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Gastbeitrag

Mit diesen 10 Tricks schaffst du bessere Produktfotos für dein Startup

© Pexels
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Der Online-Shopping-Trend ist gekommen, um zu bleiben – und bringt immer höhere Anforderungen an Marketing-Teams mit sich. Im digitalen Zeitalter bevorzugen viele es, bequem von zu Hause einzukaufen, was Onlineverkäufer vor neue Herausforderungen stellt. Gut aussehende Produktfotos sind eine wichtige Voraussetzung, um als Marke in der Flut an visuellem Content überhaupt noch von Kunden wahrgenommen zu werden.

Egal, ob du dich professionell mit Fotografie beschäftigst, oder gerade damit anfängst – diese 10 Produktfotografie-Tipps sollen dir helfen, mit einem begrenzten Budget und einer Grundausstattung faszinierende Produktfotos zu erzeugen.

Das Wiener Startup zerolens bietet seinen Nutzern ein virtuelles Fotostudio an, mit dem man Produkte in künstlich erzeugten dreidimensionalen Umgebungen fotografieren kann. In diesem Gastbeitrag geben sie dir Tipps, wie man zu besonders guten Produktfotos kommt, um die eigene Ware ins beste Licht zu rücken.

Produkt-Fotografie – was steckt dahinter und warum ist es so wichtig?

Produktfotografie ist ein Bereich der Fotografie, bei dem Produkte auf ansprechende Art und Weise präsentiert werden. Das Zielpublikum sind meistens potenzielle Kunden, die ihre Kaufentscheidung grundsätzlich auf Basis des Aussehens deiner Produkte treffen.

Professionelle Produktfotos sind wichtig weil:

  • Website-Besucher werden immer zuerst durch visuelle Inhalte angesprochen.
  • Die Qualität von Fotos spiegelt das Markenimage wider und schafft einen nachhaltigen ersten Eindruck.
  • Gute Bilder schwingen mit der Zielgruppe mit und halten sie auf dem Laufenden.

Egal ob mit professioneller DSLR Kamera oder mit dem Smartphone: Diese Tipps sollen helfen bessere Fotos von deinen Produkten zu erstellen.

Arten von Produkt Fotografie

‍Abhängig vom Produkt, der Zielgruppe und dem Medium, auf dem das Produktfoto platziert wird, kann zwischen zwei Arten unterschieden werden:‍

  • Produktfotos mit weißem Hintergrund

Diese zeigen das Produkt von allen relevanten Richtungen meistens vor einem weißen oder leicht gräulichen Hintergrund. Dies sind die klassischen Fotos die auf Amazon und in den meisten Online Shops verwendet werden um ein konsistentes Bild der einzelnen Produkte zu vermitteln.

  • Lifestyle-Produktfotos

Lifestyle Shots sind Fotos bei denen Produkte in Kompositionen angeordnet werden und sehr ansprechend wirken sollen. Diese Art von Produktfotos sind vor allem geeignet für Social Media, Blogs, oder Werbemittel.

Beide Arten haben ihre Vorteile und werden benutzt um das Produkt für die jeweiligen Anwendungen optimal ins Licht zu rücken.‍ Nun aber kommen wir zu den 10 versprochenen Tipps für Produktfotografie für Unternehmen. Enjoy.

Produktfotografie-Tipps für bessere Fotos

1. Bastle einen eigenen weißen Hintergrund

Diese Art von Hintergrund eignet sich am besten für reine Produktbilder in Onlineshops. Um Fotos in einem nahtlosen weißen Hintergrund zu erstellen, eignet sich ein Stuhl und weißes Bastelpapier am besten. Einfach das Bastelpapier auf die Oberseite des Stuhls klemmen und über Rücken und Sitz fallen lassen, um einen glatten, nahtlosen Hintergrund für das Produkt zu schaffen.

Ein weißer Hintergrund ist auch der beste Weg, um sicherzustellen, dass Betrachter sich ganz auf das Produkt selbst konzentrieren, da es keine anderen störenden Elemente im Bild gibt. Besonders Plattformen wie Amazon oder Ebay, legen darauf großen Wert.

2. Verwende den Bokeh Effekt für Lifestyle Fotos

‍Durch die Verwendung von Bokeh – einem Unschärfe-Effekt, der durch einen bestimmten Objektivtyp erzeugt wird – wird das Gefühl einer Lifestyle-Aufnahme behalten, ohne vom Produkt abzulenken. Dabei werden die Lichter im Hintergrund „geblurrt“ und so der Fokus auf das Produkt verschärft. Welche Objektive dafür am besten geeignet und wie du diesen Effekt am besten erreichst findest du hier.

3. Bessere Produktbeleuchtung durch Schaumstoffplatten

Grundsätzlich ist es für ungeübte Fotografen immer sehr verlockend nur natürliches Licht von Fenstern für die Produktbelichtung zu verwenden. Leider wird bei Fensterlicht jedoch meist eine Seite hell beleuchtet, während die andere Seite einen Schatten hat und zu dunkel ist.

Die Verwendung von weißen Schaumstoffplatten hilft, Licht in den Schattenbereich zu lenken, um ihn aufzuhellen und ein gleichmäßigeres Bild zu erzeugen.

Die Verwendung einer schwarzen Schaumstoffplatte kann helfen, tiefere Schatten zu erzeugen, was bei weißen Produkten auf weißem Hintergrund hilfreich ist.

4. Positioniere das Licht im Produktfoto-Set richtig

‍Um eine optimale Belichtung zu erhalten, sollten zwei Lichtquellen auf beiden Seiten des Produktes aufgestellt werden.  Achte darauf, dass diese auf den Hintergrund und nicht auf das Produkt zeigen. Dies hilft, das Produkt von der Wand zu trennen. Wenn du keine professionellen Lichter zur Verfügung hast, nimm Lampen die du hast und deck sie mit einem weißen Stoff ab um das Licht weicher und indirekter erscheinen zu lassen.

Richte eine Leuchte vor dem Produkt und eine Leuchte über dem Produkt aus. So wird das Objekt richtig ausgeleuchtet und gleichzeitig der Schatten minimiert. Mehr zum Thema richtige Beleuchtung und den verschiedenen Techniken gibts hier.

5. Benutze virtuelle Fotostudios zur Erstellung von Produktfotos

© zerolens

Während Fotos mit dem Smartphone oder der DSLR oftmals sehr umständlich zu erstellen sind, können neuerdings Produktfotos auch virtuell erzeugt werden. Dabei wird zuerst ein 3D Modell des Produktes erzeugt, welches dann in einer Vielzahl von virtuellen Fotosets fotografiert werden kann. Egal ob an einem virtuellen Strand auf den Bahamas oder in einem Pariser Cafe, mit wenigen Klicks können so erstaunliche Produktfotos erzeugt werden.

Tools wie z.B das virtuelle Fotostudio von zerolens ermöglichen die einfache Erstellung von Lifestyle Bilder für Social Media, aber auch die klassischen Fotos vor weißem Hintergrund, in Minutenschnelle und zu einem weit günstigeren Preis als bei üblichen Fotografen.

6. Wähle den richtigen Ort aus

 

Die Größe des Raumes, die Anzahl der Fenster in ihm und seine Form sind nur einige der Faktoren, die die Art und Weise verändern, wie Produktfotos aufgenommen werden. Eine der besten Möglichkeiten, Bilder zu machen, ist in einem Raum mit großen Fenstern neben einer Wand. Je näher das Produkt am Fenster platziert wird, desto weicher sind seine Schatten. Wenn es weiter weg bewegt wird, werden die Schatten schärfer, während das Produkt gleichmäßiger ausgeleuchtet wird.

7. Verwende einen Tripod

Dies ist einer dieser Tipps zur Produktfotografie, der fast überflüssig erscheint. Den meisten Menschen ist jedoch nicht klar, dass bei der Produktfotografie die Schärfe des Bildes im Vordergrund steht. Kameras brauchen oft länger, um sich auf kleinere Details zu konzentrieren, und die Stabilität eines Stativs kann den Fokus erheblich erleichtern.

8. Bleibe konsistent in einem Stil

 

Es gibt keinen richtigen oder falschen Stil, soviel sei vorab schon verraten. Jedes Unternehmen, das Marketing und Social Media professionell betreibt benötigt eine konsistente Stilrichtung um seine Produkte, in der richtigen Stimmung, passend zur Zielgruppe zu vermitteln.

Wenn alle Bildern den gleichen Grundstil haben, werden Online Shop oder Social Media Auftritte ein viel geschlosseneres Erscheinungsbild erhalten und die Customer Expierence dadurch maßgeblich erhöht werden.

9. Weniger ist oft mehr!

Vermeiden es, die Bildszenerie mit zu vielen Elementen zu füllen. Das Produkt soll an den Betrachter vermittelt werden und dein Ziel sollte es sein, ihn nicht davon abzulenken. Ob durch Komposition oder Beleuchtung, stelle sicher, dass das Produkt im Mittelpunkt steht.

10. Erzeuge emotionale Verbindungen mit deinen Betrachtern

Durch den Einsatz von z.B. Naturszenen oder Tieren wie Katzen (den Helden des Internets) wird eine natürliche Atmosphäre geschaffen, mit der sich Besucher auf Social Media identifizieren können und vor allem eine, die sie etwas fühlen lässt. Je stärker die Verbindung zu dem Produkt ist, desto besser sind die Chancen, dass die Fotos auf Social Media erfolgreich sind.

Alle Bildrechte: CC0 von Unsplash & Pexels

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