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Xund: Wiener HealthTech-Startup bekommt hohes sechsstelliges Investment

Die Gründer von Xund. © Xund
Die Gründer von Xund. © Xund

Eine App, die zuverlässige und vertrauenswürdige Informationen über die eigene Gesundheit liefert – mit diesem Produkt will das 2018 in Wien gegründete Startup Xund demnächst auf den Markt kommen. Wie bei einem Arztgespräch soll der digitale Assistent auf Basis von Daten über Alter, Geschlecht und Krankheitsgeschichte mögliche Zusammenhänge erkennen und wahrscheinliche Krankheitsbilder identifizieren können. Darauf basierend soll die App seinem Nutzer dann passende Gesundheitsdienstleistungen empfehlen – etwa eine offene Apotheke oder eine Arztpraxis in der Nähe.

Um diese App an den Start zu bringen und danach das entsprechende Wachstum zu schaffen, hat das Startup jetzt erste Investoren an Bord geholt. Im Rahmen einer Finanzierungsrunde in einem hohen sechsstelligen Bereich sind unter der Führung von Peak Pride von Hans Peter Haselsteiner haben sich die Haselsteiner Familien-Privatstiftung und den Tyrolean Business Angels an der XUND Solutions GmbH beteiligt.

KI liest Fachpublikationen aus

Gegründet wurde Xund von Tamás Petrovics, Lukas Seper und Dr. Zoltán Tarabo. Das Team von 12 Mitarbeitern ist auf die Büros in Wien und in Budapest verteilt. Die Informationen, die die App liefert, soll mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz aus 1,5 Millionen wissenschaftlichen Fachpublikationen ausgelesen werden – außerdem soll ein ärztliches Team noch überprüfen und gegebenenfalls ergänzen, bevor sie an den Nutzer gehen.

Die Daten, die der Nutzer in die App eingibt, sollen in einem „Health Tresor“ losgelöst von der App gesichert sein, außerdem soll auch Blockchain zum Einsatz kommen, damit jeder Zugriff auf die Daten transparent und nachvollziehbar protokolliert werden können. Via API soll der digitale Gesundheitsassistent  auch Versicherungen, Krankenkassen und anderen Gesundheitsunternehmen zur Verfügung gestellt werden können.

Zulassung als Medizinprodukt ausständig

Bevor Xund am Markt starten kann, muss sich das Startup aber noch eine Zertifizierung als Medizinprodukt – in Zeiten der „Medical Device Regulation“ (MDR) wie berichtet keine einfache Angelegenheit. Wenn das bis Mai klappt, will sich das Xund-Team auf den deutschsprachigen Markt konzentrieren. „Danach wollen wir schrittweise in andere EU-Länder expandieren. Vor allem Osteuropa ist für uns ein attraktiver Zielmarkt, wo wir glauben einen signifikanten Impact auf die Qualität der Gesundheitsversorgung haben zu können“, so Tamás Petrovics, CEO von Xund.

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