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Xing kauft Wiener Recruiting-Startup Prescreen um 17 Millionen Euro

Das Preescreen-Team. © Prescreen
Das Preescreen-Team. © Prescreen

Das Wiener Startup Prescreen, das eine Cloud-basierte Recruiting-Software anbietet, hat soeben bekannt gegeben, für 17 Millionen Euro vom deutschen Business-Netzwerk Xing gekauft worden zu sein. Erreicht die Firma bis 2020 bestimmte Ziele, kann dieser Preis sich noch um fünf bis zehn Millionen Euro erhöhen. Xing will sich mit der Übernahme einen Platz im wachsenden Markt für Bewerbung-Systeme sichern. Der Standort in Wien bleibt erhalten, das Team wird weiter an dem Produkt arbeiten.

Prescreen ist damit nach Kununu eine weitere österreichische Software-Firma, die von dem deutschen Linkedin-Konkurrenten übernommen wird. Xing geht es darum, einen Fuß in den Markt für so genannte „Applicant Tracking Systeme“ (ATS) zu bekommen. „Xing ist heute bereits führender Anbieter für modernes E-Recruiting. Mit dem Kauf von Prescreen bauen wir diese Position weiter aus“, sagt Thomas Vollmoeller, CEO von Xing. „Dabei ist Prescreen ein offenes System, kann also auch mit anderen Netzwerken als Xing oder in Verbindung mit beliebigen Stellenbörsen genutzt werden.“

Cloud-Software für Personal-Manager

Prescreen beschäftigt eigenen Angaben zufolge 27 Mitarbeiter und hat rund 350 Unternehmenskunden (u.a. Bank Austria, Greenpeace, Beiersdorf, Ströer, Runtastic, Urlaubsguru, idealo). Monatlich soll eine zweistellige Zahl an Neukunden dazukommen. Diese verwenden die Cloud-basierte Software (ab ca. 70 Euro/Monat), um den Recruiting-Prozess zu digitalisieren und etwa Stellenausschreibungen zu managen.

Ziel von Xing ist es, die Software der Wiener mit den eigenen Recruiting-Lösungen zu verbinden, damit Personal-Manager alles von der Suche von Kandidaten über die Abwicklung des Bewerbungsverfahrens bis hin zur Unterschrift mit einem Tool erledigen können. Xing zählt derzeit 10,1 Millionen Mitglieder in Deutschland und rund 900.000 in Österreich.

Das Prescreen-Team und ihre Computer. © Prescreen
Das Prescreen-Team und ihre Computer. © Prescreen

2013 als Mercury Puzzle gegründet

Im Juli 2015 hat Prescreen, das zuerst unter dem Namen Mercury Puzzle startet, bereits ein Millionen-Investment erhalten – damals führte KIZOO Technology Capital aus Karlsruhe die Finanzierunsrunde an(Trending Topics berichtete). Gegründet wurde die Jungfirma 2013 von Constantin Wintoniak, Nicolas Vorsteher, Alexander Birke, Dominik Hackl, Robert Rainer, Andreas Altheimer und Markus Presle während ihres Studiums, der Business Angel Mathias Hiebeler nahm dann die Erstfinanzierung vor.

Prescreen: Wiener E-Recruiting-Start-up holt sich Millioneninvestment aus Deutschland

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