Blockchain

Wysker: So läuft der erste ICO eines deutschen Startups ab, der bis zu 25 Mio. Dollar einbringen soll

Wysker-App will Shopping-Erlebnis neu erfinden. © Wysker
Wysker-App will Shopping-Erlebnis neu erfinden. © Wysker

Da hat Österreich die Nase vorne gehabt: Vor einem Monat ist der erste Initial Coin Offering (ICO) nach österreichischem Recht gestartet. Das Wiener Startup Herosphere hat wie berichtet die eigene Kryptowährung HEROcoin erschaffen, mit der man später Wetteinsätze bei Online-Games machen können soll. Wer sich die Token besorgen will, kann sie noch bis 14. Oktober gegen Ether kaufen.

Jetzt ist auch in Deutschland das erste Startup mit einem ICO gelauncht. Wysker aus Berlin will zu einem „Tinder für Shopping“ werden und seine Nutzer in der App mit den eigens kreierten „wys Token“ zahlen lassen. Diese sollen in der App, die Gründer Tobias Haag zufolge rund 50.000 Produkte aus rund 300 Online-Shops listet, als eine Art Gutschein eingelöst werden können.

Die Smartphone-Software für iOS und Android, die nach dem Ende des ICO startet, gibt sich auch neuartig: Am Bildschirm flimmern pro Sekunde bis zu 30 Bilder von Produkten, mit dem Finger kann man den Durchlauf stoppen. Außerdem kann man sich Token dazuverdienen, wenn man Produkt-Reviews hinterlässt.

Auf Ethereum-Basis

Bis das neuartige Shopping-Erlebnis aufs Smartphone kommen kann, werden aber noch 49 Tage vergehen. Bis dahin will das Startup mit dem Verkauf von wys Token (Kürzel WYS) an Unterstützer bis zu 25 Millionen Dollar (etwa 108.000 ETH) verdienen. Auf Basis der Kryptowährung Ethereum hat Haags Truppe 3 Milliarden WYS angelegt, 1,8 Milliarden davon werden ab dem 1. November gegen ETH verkauft. Im aktuellen Presale kann man sich die neue Kryptowährung außerdem günstiger besorgen (30 Prozent Rabatt).

Um bei dem ICO zuschlagen zu können, braucht der geneigte Untersützer erstens ETH, um die wys Token bezahlen zu können, und zweitens eine Wallet (z.B. MyEtherWallet), um das neue Kryptogeld speichern zu können. Vorsicht ist natürlich auch geboten: Immerhin investiert man in einem Produkt bzw. App, die es noch gar nicht gibt und deren langfristiger Erfolg alles andere als garantiert ist.

Auch die Pläne der Internationalisierung sind zu beobachten: Die Shopping-App soll bis Ende 2017 für US-Nutzer starten, erst in Q2 2018 soll sie auch in Europa verfügbar sein. Ob der Plan aufgeht, dass auch andere Online-Shops die wys Token akzeptieren, steht in den Sternen.

Erfahrenes Team

Hinter Wysker steht eine Gruppe an Menschen, die bereits einiges an Erfahrung haben. Mitgründer Kai Jäger war vorher für die Deutsche Bank tätig, Business Developer Joshua Steinberg arbeitete vorher bei Google, und die Berater des Startups kommen von KPMG. Insgesamt sind mehr als 20 Personen für das Projekt tätig. Möglich wäre es jedenfalls, dass sie gemeinsam eCommerce erstmals auf die Blockchain heben.

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