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Wings: So schützen sich Anleger gegen Betrug bei ICOs

Am 1. August wird es spannend im Bitcoin-Netzwerk. © flickr_cc20_fdecomite
Am 1. August wird es spannend im Bitcoin-Netzwerk. © flickr_cc20_fdecomite

In den letzten Wochen fand das Thema den Weg aus der Crypto-Szene in die Öffentlichkeit. Im nahezu unregulierten Markt der digitalen Währungen setzen viele Blockchain-Startups auf ICOs. ICO steht für Initial Coin Offering und gibt den Unternehmen die Möglichkeit, einen eigenen Token auf den Markt zu bringen und so Geld für ihr Projekt einzusammeln. Wir haben die Herangehensweise hier am Beispiel von kik beschrieben.  Investoren kaufen diese Token und unterstützen damit das Wachstum des Projektes. Die Schönheit und die Probleme liegen in der Methodik der ICOs: sehr häufig gibt es von den Startups nur eine Landing Page, ein Video oder ein White Paper, welche Ziele und Herangehensweise des Unternehmens nur kurz umreissen. Ein Produkt ist oft noch in ferner Zukunft. Ob es nun Dentacoin, die den Zahnmedizin- und Versicherungsmarkt dezentralisieren oder Etherisc aus München, die in dieselbe Branche wollen.

Die schwarzen Schafe

Waschechter Betrug ist aber etwas anderes als ein nicht erfülltes oder unplanmäßig langsames Erfolgsversprechen: Onecoin vermarktet mit den Produkten OneCoin, OneLife Network und OneAcademy seit zwei Jahren eine „Finanz-Revolution“ hinter der möglicherweise ein Schneeballsystem steckt. Über drei Millionen Menschen sollen bislang investiert haben. Zarte Hinweise: Die Blockchain hinter der Seite ist nicht öffentlich zugänglich und die Bankenaufsicht hat dem Paymentanbieter hinter OneCoin Transaktionen in Deutschland verboten. Das tatsächliche Geschäftsmodell scheinen Schulungen zu sein, die die Gründerin und „Crypto Queen“Ruja Ignatova zu happigen Preisen anbietet. Auch Swisscoin, ein direkter Konkurrent von OneCoin steht unter dem selben Verdacht. Kein öffentlicher Quellcode, keine Transparenz, Kontrolle – diese Vorgehensweisen stehen im Grunde diametral zum Werteverständnis der Kryptoszene.

Wings will Betrug via Community ‚vorhersagen‘

Ein vogelfreier Markt, kaum staatlicher Zugriff und die Chance in kurzer Zeit Millionen mit einem bloßen Konzept einzunehmen. Solche Voraussetzungen locken naturgemäß viele Betrüger an. Es kam auch schon vor, dass C-Level Executives mit einem Teil der eingesammelten Summen verschwunden sind. Wings, eine im Kanton Zug in der Schweiz angesiedelte Stiftung, arbeitet an einer Plattform, die Kickstarter ähnelt. Wings will die ICOs ein Stück weit institutionalisieren und Betrugsversuche entlarven, bevor sie passieren.

Schwarmintelligenz soll Betrüger entlarven

Hauptanliegen ist, die schwarzen Schafe durch die Schwarmintelligenz der Community auszusortieren. Gegründet wurde Wings vom russischen Developer Boris Povod. Wings verwendet eigens angefertigte Forecasting-Modelle und ermöglicht der eigenen Community an erfolgreichen ICOs mit richtigen Prognosen teilzuhaben. DAO, also dezentrale autonome Organisationen, sind vor allem seit 2016 das Maß aller Blockchain-Startups. DAOs, die auf Basis von smarten Verträgen, Vorgänge ermöglichen und so Entscheidungen schneller fällen, werden fast nur auf Basis der Ethereum-Blockchain entwickelt. DAOs ermöglichen das Umgehen einer zentralen Stelle.. Eine DAO kann man sich so vorstellen, als gäbe es eine Organisation, die ausschließlich im Internet existiert wie zum Beispiel intelligente Voting-Systeme.

Dezentrale, autonome Organisation

Die Community beurteilt die Qualität des Startups und diskutiert Investment-Chancen. Das System hat sich bewährt: Erst vor kurzem begleitete Wings den Bancor-ICO. Die Community lag großteils richtig und konnte eine klare Prognose für den ICO abgeben. Diese DAO, also dezentrale autonome Organisationen, sind seit 2016 im Kommen. DAOs, die auf Basis von smart contracts ermöglichen, Entscheidungen schneller fällen zu können. DAOs werden fast nur auf Basis der Ethereum-Blockchain entwickelt. DAOs benötigen keine feste Anlaufstelle, das System ist komplett dezentral. Eine DAO kann man sich so vorstellen, als gäbe es eine Organisation, die ausschließlich im Internet lebt. Ein prägnantes Beispiel für DAOs sind intelligente Voting-Prozesse.

Start im Sommer 2017

Je nach der Genauigkeit der DAO-Prognosen werden die Mitglieder mit Token an Startups belohnt. Oft hängt der Wert des Token davon ab, wie schnell die Startups die gesetzten Meilensteine erreichen. Auch hierfür werden Menschen aus der Community animiert nachzuprüfen, inwiefern das Startup den Meilenstein erfolgreich erreicht oder nicht. Wings plant den Launch der Vollversion in den kommenden Wochen.

Lewi Ilkanaev ist ein Trader & ICO-Experte. Er verhilft Startups zu erfolgreichen ICOs und ist ein Influencer aus der österreichischen Krypto-Szene.  

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