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Wiener Uni-Inkubator INiTS investiert heuer bis zu 500.000 Euro in Startups

Am INiTS Demo Day. © INiTS

Der Wiener Uni-Inkubator INiTS beteiligt sich ab sofort über „INiTS Startkapital“ an Jungunternehmen. Insgesamt sollen heuer bis zu 500.000 Euro investiert werden. In einer ersten Runde hat sich INiTS mit 250.000 Euro an sechs jungen Firmen aus Wien beteiligt, im Juni sollen noch einmal bis zu 250.000 Euro fließen.

Virtuelle Beteiligung bis zu 10 Prozent

Das INiTS vergibt Tickets von bis zu 100.000 Euro und nimmt dafür maximal 10 Prozent.Über die Investments entscheidet ein unabhängiger Finanzierungsbeirat. Das Beteiligungsmodell sieht sogenannte „Phantom Shares“ vor. Damit verbunden sind lediglich Substanzgenussrechte und keine Stimmrechte. Sobald das Startup weitere Finanzierungsrunden abschließt, sollen die virtuellen Shares von der jungen Firma wieder zurückgekauft werden. Das Modell wurde gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur Wien entwickelt.

Zu hohes Risiko für Investoren

Gerade bei forschungsintensiven Projekten wie Uni-Spin-Offs sei herkömmlichen Investoren das Risiko oft zu hoch, meint INiTS-Chefin Irene Fialka: „Unser Beteiligungsmodell  ist das ideale Finanzierungsinstrument für frühphasige, forschungs- und technologieintensive Startups, die naturgemäß hohen Risiken ausgesetzt sind – mit ein Grund dafür, dass Investoren davor zurückschrecken, sich zeitig an Hightech Startups zu beteiligen. Dieses Kapital fehlt dem Startup aber zur Entwicklung von Prototypen, die den Investor überzeugen könnten. Ein klassisches Marktversagen also, das mit dem INiTS Startkapital ausgeglichen wird“.

Nur für INiTS-Startups

Investiert wird in Startups, die auch das Inkubationsprogramm durchlaufen. Die größte Summe der ersten 250.000 Euro wurde in PrintStones gesteckt, ein Spin-Off der TU Wien, das ein 3D-Druck-Verfahren für Beton entwickelt hat. INiTS hat sich auch an Soniccatch, Volare, Naboto, Vacthera und Toxphacts beteiligt. Am nächsten Demo Day, am 7. Juni, stellen sich die nächsten INiTS-Startups dem Finanzierungsbeirat, der wieder ein Budget von 250.000 Euro für Investments zur Verfügung hat.

Das INiTS wurde bereits 2002 gegründet und ist damit einer der ältesten Inkubatoren Österreichs und gilt laut dem schwedischen Forschungsinstitut UBI Global als einer der zehn besten Uni-Inkubatoren weltweit.

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