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Wiener Startup Hektar Nektar macht erste Unternehmen zu Bienenrettern

Mark und Martin Poreda © Trending Topics

Das Wiener Startup Hektar Nektar hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt. Mit einer Online-Plattform wollen die beiden Gründer Martin und Mark Poreda dem Bienensterben entgegenwirken. In den nächsten zehn Jahren soll die sinkende Bienenpopulation im deutschsprachigen Raum um zehn Prozent steigen. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen die Brüder mehr Menschen zur Imkerei motivieren. Dazu sollen Unternehmen helfen, indem sie den Einstieg in die Imkerei finanziell unterstützen. Schon kurz nach dem Start dieses „Projekts 2028“ machen die ersten fünf Firmen mit.

16 Neo-Imker gefördert

Zu den ersten Unterstützern gehören der Tiroler Müsliproduzent Verival, die ebenfalls von den Poreda-Brüdern gegründete Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu, die Tiroler Marketing-Agentur kaiserweb und aus Deutschland Jamaxx und Warenhandels Contor Uetersen. Mit den ersten Projekt-2028-Kunden konnten 16 Starter-Sets für Neo-Imker bezahlt werden.

Eines dieser Sets kostet 1.500 Euro und umfasst ein Bienenvolk, das notwendige Zubehör inklusive Bienenstock und Fachliteratur. Verschickt werden Bienenvölker von Hektar Nektar in einer eigens entwickelten Kartonverpackung mit einem Transportunternehmen, das üblicherweise Organtransporte durchführt.

„Unternehmen brauchen keine blühenden Flächen, um etwas für den Bienenschutz tun zu können. Jedes Unternehmen kann einen sinnvollen, messbaren Beitrag bei der Unterstützung der ImkerInnen leisten“, so Martin Poreda. Firmen, die bei dem Projekt mitmachen können die Online-Plattform von Hektar Nektar für Marketingzwecke nutzen und dort auch mit den gesponserten Imkern in Kontakt bleiben, sie können ihr Engagement in den Nachhaltigkeitsbericht aufnehmen und den von „ihren“ Bienen produzierten Honig zu günstigen Konditionen kaufen.

Deutscher Bauernverlag als Investor an Bord

Mark und Martin Poreda haben 2013 Kununu an das deutsche Business-Netzwerk Xing verkauft. 2017 haben sie Hektar Nektar als Marktplatz für Imker gegründet. Bienenzüchter können dort Bienenvölker und Zubehör kaufen und verkaufen – das Startup verdient wie bei Marktplätzen üblich an jeder Transaktion. Projekt 2028 soll Unternehmen motivieren, sich für den Bienenschutz zu engagieren. In Zukunft ist auch geplant, Privatpersonen und Landwirte in das Projekt einzubinden. Anfang des Jahres ist der Deutsche Bauernverlag mit einem mittleren sechsstelligen Investment bei Hektar Nektar eingestiegen (Trending Topics berichtete)

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