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Wiener EduTech uugot.it startet mit erstem großen Kunden in den Livebetrieb

Uugot.it im Einsatz an der VHS Linz © uugot.it
Uugot.it im Einsatz an der VHS Linz © Andreas Krenn

Nach mehr als zwei Jahren Entwicklungs- und Testzeit ist es so weit: Das Wiener Impact-EduTech uugot.it rollt sein Sprachlerntool aus und startet gleich mit einem großen Kunden. Die Software wird an der Volkshochschule Linz ab sofort auf jedem Computer verfügbar sein und kann von Schülern dort kostenlos genutzt werden.

Sprache lernen mit Untertiteln

Uugot.it hat ein Tool entwickelt, das Untertitel von Videos interaktiv macht und dadurch das Lernen von Sprache erleichtern soll. Die Untertitel sind in der Sprache des Videos – versteht der Zuseher ein Wort nicht, kann er drauf klicken und erhält in Echtzeit eine Übersetzung. Unbekannte Wörter können für späteres Vokabellernen gespeichert werden. Derzeit funktionieren die Untertitel mit der Videosprache Deutsch und die Übersetzungen sind in Englisch, Arabisch und Spanisch verfügbar.

Spielerisch Integration fördern

Die Software von uugot.it nutzt aktuelle TV-Inhalte und will dadurch nicht nur den Spracherwerb fördern, sondern auch die Integration in Kultur und Gesellschaft. Vor zwei Jahren wurde der erste Feldtest bereits in Linz durchgeführt. „Ich war schon damals begeistert, was technisch möglich ist. Ich konnte mir gut vorstellen, dass uugot.it dabei hilft, die großen Herausforderungen in Bildung und Integration spielerisch zu lösen. Davon profitieren wir alle als Gesellschaft“, sagt der Linzer Bürgermeister Klaus Luger. Auch in Wien wurde das Tool bereits in einem Projekt an Volkshochschulen getestet (Trending Topics berichtete).

Hauptzielgruppe „Deutsch als Fremdsprache“

Die VHS Linz, die ebenfalls zu den ersten Testpartner zählte, hat rund 1.900 Schüler, die Deutsch als Fremdsprache lernen und damit zur Hauptzielgruppe von uugot.it gehören. „Dass man Sprachen während des Fernsehens lernen kann, ist nicht neu – siehe Skandinavien – bei uugot.it begeistert aber die Einfachheit, da Vokabeln, die man nicht versteht, eingeblendet werden und nicht separat nachgeschlagen werden müssen. Wir sehen darin ein nützliches Tool, das dabei hilft, unsere gesellschaftlichen Herausforderungen zu lösen“, sagt Bildungsstadträtin Eva Schobesberger.

Bald auch in den App-Stores

Uugot.it werde vorerst nur über Bildungspartner verfügbar sein und das Startup verdiene an einer Jahreslizenzgebühr, erklärt Gründer Philipp Etzlinger. Noch heuer soll die Software als Smartphone- bzw. Tablet-App auch für Privatnutzer ausgerollt werden.

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