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Spielplatz oder Zoo?

Wiener Startup Lena hilft Familien mit AI und Krypto-Token bei der Freizeitplanung

Matthias Bauchinger hat Lena mit seiner Frau Marie-Therese gegründet. © Lena

Die „Familien-Freizeitwirtschaft“ ist derzeit noch kaum digitalisiert, meint Matthias Bauchinger. Dabei könnte zum Beispiel eine vernünftige App Eltern viel Zeit und Stress ersparen, wenn es darum geht, sich schnell ein Programm für den freien Nachmittag oder das Wochenende einfallen zu lassen. Bauchinger ist selbst Vater von drei Kindern und will mit seinem Startup Lena genau diese Vision verwirklichen. Lena greift dabei tief in die digitale Trickkiste: Eine Künstliche Intelligenz soll wertvolle Tipps liefern und ein Krypto-Token soll Rabatte auf Eintritte ermöglichen.

500 Aktivitäten nach dem Tinder-Prinzip durchforsten

Derzeit ist Lena eine Web-App, die über den Smartphone-Browser benutzt wird. Nach dem Tinder-Prinzip kann man vorgeschlagene Freizeit-Aktivitäten nach rechts in die Favoriten oder nach links wischen. Mehr als 500 Partner sind zum Start dabei. In den nächsten Jahren soll aus dieser Web-App eine intelligente Familien-Assistentin werden. Bauchinger stellt sich das so vor:

Lena, die bewährte Web-App meldet sich über Marie-Thereses Smartphone. „Wir erwarten einen wunderbar sonnigen Tag, perfekt für einen Ausflug in den Tierpark Schönbrunn. Um 10 Uhr findet dort die Fütterung im Raubtiergehege statt, eine perfekte Gelegenheit den Leopardennachwuchs zu bewundern. Für Simon habe ich eine spannende Rätsel-Rallye erstellt und mit dem Gutschein Code vom Tierpark, den ich soeben bezogen habe, bekommt Ihr heute 50% Rabatt auf das Vorteilspaket. Wir erwarten Temperaturen bis 27 Grad, ich empfehle leichte Sommerkleidung und vergesst nicht ausreichend Getränke mitzunehmen. Auf dem Rückweg könnt Ihr in Eurem Lieblingscafé halt machen. Am späteren Nachmittag ist dort wenig los und ihr könnt in Ruhe ein Eis genießen. Ich lotse Euch durch den Verkehr. Jetzt aber los, sonst kommt ihr zu spät!“

ICO möglich

Den Rabatt für den Zoo könnte die Familie über einen Krypto-Token erhalten, den das Startup ausgeben will. Den Token erhalten Nutzer wenn sie Bewertungen abgeben oder beim Kuratieren von Aktivitäten helfen. Bauchinger: „Dies führt zu einer engeren Verknüpfung der Anbieter untereinander, ermöglicht eine neuartige und nicht nur monetäre Beziehung zwischen Familien und Betrieben und führt zu einer engeren Verknüpfung von Familien untereinander“. Auch einen ICO kann sich der Gründer vorstellen – derzeit prüfe das Team die technischen Voraussetzungen dafür, erklärt er auf Nachfrage.

Internationalisierung ab 2019

Zunächst gibt es Lena nur in Österreich, Bauchinger schwebt aber ein internationales Netzwerk für Familien, Veranstalter und Content-Partner vor. Noch heuer soll das Angebot von Wien und Niederösterreich auf ganz Österreich ausgedehnt werden, nächstes Jahr will das Startup in Europa und in den USA expandieren.

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