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Wie Unternehmen die Blockchain einsetzen können

Container en masse. © Pixabay
Container en masse. © Pixabay

Banken, in der Logistik, in der Verwaltung, bei Versicherungen, in der Energiebranche – die Anwendungsmöglichkeiten von Blockchain sind vielfältig und werden auf der ganzen Welt erprobt.

Wie können Unternehmen die Blockchain nutzen?

Eine Blockchain macht Sinn, wenn ein Unternehmen eine verteilte Datenbank, etwa ein Kontenbuch, benötigt. Eine weitere Voraussetzung ist, dass sich die Teilnehmer untereinander nicht vertrauen. Wenn sie sich vertrauen, bräuchte es keine weitere Instanz. Eine Bank nimmt heutzutage die Rolle der vertrauenswürdigen Instanz zwischen Marktteilnehmern ein.

Nach der Bankenkrise 2008 verloren die Menschen das Vertrauen in die Banken, durch die Zentralisierung verloren die Menschen auch das Vertrauen in Facebook, Amazon und Google. Vor allem, weil das Geschäftsmodell mit den Daten intransparent ist. Deshalb ist es für viele innovative Unternehmen interessant, sich ein neues dezentrales Internet vorzustellen und daran mitzuarbeiten.

Wie stehen Konzerne zur Blockchain?

Die innovativen Player in manchen Branchen bemerken, dass es möglicherweise in naher Zukunft zu einer Umwälzung von einer zentralen zu einer dezentralen Grundhaltung im digitalen Umfeld kommen kann. Auch diejenigen Akteure, die Angst haben, etwas zu verlieren, werden aktiv: Banken, Versicherungen, Energieanbieter und der Handel bemerken, dass sie durch die Blockchain ihre Lieferketten transparenter und effizienter gestalten können und so Verwaltungskosten sparen können.

Wie können Banken mit der Blockchain arbeiten?

Bei Banken ist das Thema sehr differenziert zu betrachten. Denn die Idee von Bitcoin ist, die Banken auszuschalten und den Konsumenten die Macht über ihre Finanzen zurückzugeben. Deshalb wird das Protokoll hinter Blockchain auch als public – sprich: öffentlich – beschrieben. Banken bauen nun ‚private chains‘. Geschlossene Systeme, die nur einem gewissen Kreis an Teilnehmern zugänglich ist. Aktuell bilden sich Konsortien wie R3, um mit eigenen Lösungen die Gefahr einzudämmen, dass Blockchain-Startups ihr Geschäftsmodell disruptiv verändern.

Hilft die Blockchain bei der Logistik?

Wie kommt die Ware vom Produzenten zum Kunden? Lieferketten lassen sich ebenfalls auf der Blockchain abbilden. Das Supply-Management kann mit einer Blockchain so gestaltet werden, dass die richtigen Informationen nur an die richtigen Personen gelangen. Ein Beispiel: Die Kühlkette bei Fleischlieferungen kann auf der Blockchain abgebildet werden, so dass der Konsument an der Fleischtheke die Ware mittels Smartphone scannen und prüfen kann. Dann erkennt er, ob die Ware während der Lieferung korrekt gekühlt wurde oder ob die Vorschriften der Bio-Zertifikate eingehalten wurden. All das kann automatisiert dargestellt werden, so dass viele Verwaltungsaufgaben wegfallen.

Kann die Blockchain die Verwaltung revolutionieren?

Staatliche und städtische Verwaltungen können durch die Blockchain vereinfacht werden. Zum Beispiel können Grundbucheintragungen auf eine Blockchain übertragen werden. Damit entsteht ein vereinfachter, automatisierter und transparenter Prozess, der theoretisch Notare überflüssig macht. Auch Wahlmanipulation kann durch die Transparenz der Blockchain vermieden werden.

Wie kann die Versicherungsbranche die Blockchain nutzen?

Vom Abschluss über die Abwicklung bis zur Auszahlung können alle Versicherungsvorgänge auf der Blockchain angelegt werden. Auch in dieser Branche kann durch die Verwendung der Technologie ein Großteil des Verwaltungsaufwandes eingespart werden. Als bestes Beispiel gilt das Schweizer Unternehmen Etherisk, das bereits ein funktionierendes Modell für Flugausfallversicherungen am Markt hat.

Anmerkung: Dieser Beitrag entstand in redaktioneller Unabhängigkeit mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

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