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White Label: Bitpanda öffnet Trading-Infrastruktur für andere Fintechs

Eric Demuth, CEO von Bitpanda. © Trending Topics
Eric Demuth, CEO von Bitpanda. © Trending Topics

Der österreichische Krypto-Händler Bitpanda hat heute eine eigene White Label-Solution verkündet. Das bedeutet, dass Neo-Banken, Multi-Banking-Apps sowie traditionelle Unternehmen in Zukunft die Infrastrukturen des Unicorns nutzen können. Damit soll es ihnen möglich sein, mit ihren Endkunden digital mit Aktien, Kryptowährungen, ETFs und Edelmetallen zu handeln. Die Unternehmen sollen ihr Trading-Angebot selbst erstellen und dabei ihr eigenes Brand-Image verwenden können. Im Hintergrund kümmert sich Bitpanda als Partner um die IT-Belange.

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„Einfache und hochwertige User Experience“

„Unsere Philosophie war es immer, die Infrastruktur selbst zu stellen, um beste Dienstleistungen anbieten zu können und unsere Expertise im Bereich Digital Finance zu nutzen. Jetzt öffnen wir unsere Infrastruktur für andere Akteure weltweit, damit sie ihren Kunden eine einfache und hochwertige User Experience bieten können“, erklärt Bitpanda-CEO Eric Demuth. Das Startup musste für dieses Angebot lediglich eine Schnittstelle für die eigene IT-Infrastruktur entwickeln.

Auch Lizenzen nutzbar

Nicht nur bei der IT sollen sich Fintechs mit Bitpanda viel Aufwand ersparen. Auch rechtlich sollen hier viele Hürden wegfallen. Die Partner können nämlich die entsprechenden Trading-Lizenzen des Unicorns nutzen. In Deutschland hat Bitpanda noch nicht die Zulassungen von den Behörden erhalten. Das könnte sich laut FinanceFWD allerdings bereits in den kommenden Monaten ändern, sollte die Bafin die Lizenz bewilligen.

Das Angebot von Bitpanda wird laut eigenen Angaben auch der neuen 5. Geldwäscherichtlinie (AML5) der EU gerecht. Das bedeutet, dass bei jeder Krypto-Transaktion die Identität der Kunden eine Verifikation braucht (Trending Topics berichtete). Laut dem Startup müssen Partner, die einen eigens gestalteten Trading-Auftritt wollen, ihre Kunden-Verifizierungsdaten schicken. Daraufhin will der Krypto-Händler „binnen Sekunden“ ein vollständig verifiziertes Nutzerprofil erstellen. Andernfalls können die Partner direkt über Bitpanda ihre Transaktionen betreiben. Das User-Onboarding dauere hier nur „höchstens fünf Minuten“.

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Bitpanda hat flexibles Preismodell

Das Preismodell für die White Label Solution soll laut Demuth individuell für jeden Partner sein. Je nachdem, wie sich die Kooperation gestaltet, sollen auch die Kosten ausfallen. „Dabei können wir uns auf feste Gebühren genauso gut wie auf Handelsprovisionen einigen“, so Demuth gegenüber FinanceFWD.

Das Unicorn sieht sich mit dem neuen Feature als Anbieter von digitalen Finanzinfrastrukturen, der eine vielfältige Palette digitaler Anlageklassen bereitstellt. Bitpanda betont dabei vor allem sein hohes Know-how und seine Sicherheitsstandards. Das Jungunternehmen arbeitet ständig an neuen Angeboten, um noch breiter aufgestellt zu sein. So ist das Startup erst im April mit Bitpanda Stocks unter die Neobroker gegangen (Trending Topics berichtete).

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