Series A

Whatchado: Das Jobvideo-Start-up aus Wien bekommt 2,5 Mio. Euro Investment von EVVA und Hilde Umdasch

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Life is a beach: Das Whatchado-Team gemeinsam auf Urlaub. © Whatchado
Life is a beach: Das Whatchado-Team gemeinsam auf Urlaub. © Whatchado

Die Reihe der Investment-News diese Woche geht munter weiter, doch diese News toppt alle bisherigen: Das Wiener Jobvideo-Start-up Whatchado gibt heute bekannt, dass es satte 2,5 Millionen Euro Investment in seiner Series-A-Runde aufgenommen hat. Die neuen Geldgeber an Bord sind Nicole Ehrlich-Adám, Eigentümerin des österreichischen, auf Sicherheitstechnologien spezialisierten Familienunternehmens EVVA sowie die Unternehmerin Hilde Umdasch. Letztere entstammt dem auf Holzverarbeitung spezialisierten österreichischen Familienunternehmen Umdasch und hat außerdem die Gartencenter-Kette Bellaflora aufgebaut, die 2015 mehr als 80 Mio. Euro Umsatz machte. Wie viele Prozent der Firmenanteile man an die Investoren abgibt, wird nicht verraten.

Whatchado, das mit seinen Interview-Videos von Berufstätigen jungen Menschen in Sachen Jobs Orientierung geben will, will das frische Kapital in die Expansion der Plattform und der Apps investieren. Auf der Video-Plattform gibt es derzeit rund 5000 Clips zu sehen, in denen die Interviewten Einblicke in ihren Werdegang und ihr Berufsleben geben – darunter etwa Noch-Bundespräsident Heinz Fischer. Weil vor allem junge Menschen die Plattform besuchen, wollen auch etwa 200 Unternehmen mit ihren Mitarbeiter-Videos auf der Webseite vertreten sein, darunter OMV, REWE, McDonald’s, Erste Bank, BMW, Deutsche Telekom oder Kapsch. Für ihre Firmenseiten zahlen sie eine Jahresgebühr. Sie versprechen sich davon, im Sinne von „Employer Branding“ junge Talente über die Plattform ködern zu können. 2015 hat Whatchado einen Umsatz von zwei Millionen Euro gemacht.

Videos und Offline-Formate

EVVA und Umdasch wurden zunächst als Kunden auf Whatchado aufmerksam, bevor sie sich dazu entschlossen, sich Firmenanteile zu kaufen. Dass Whatchado nicht nur im Bereich Human Ressources (naturgemäß ein wichtiger Bereich für große Unternehmen) tätig ist, sondern auch auf Video setzt, dürfte eine wichtige Rolle bei der Entscheidung gespielt haben. Außerdem sind bei Whatchado bereits Ex-Siemens-Vorstand Brigitte Ederer, Business Angel Hansi Hansmann, Nationalbank-Präsident Claus Raidl und Peter Püspök, Ex-Generaldirektor der Raiffeisen-Landesbank NÖ-Wien, an Bord. Diese investierten 2014 gemeinsam fast eine Million Euro. Auch der NEOS-Abgeordnete Niko Alm ist beteiligt.

Bei Whatchado arbeiten derzeit rund 50 Menschen aus 15 verschiedenen Nationen. Im letzten Jahr lag der Fokus des Start-ups neben Apps (TrendingTopics.at berichtete) und der Internationalisierung nach Italien, Frankreich und Deutschland auch auf Offline-Projekten. Die Im Rahmen von „whatchaSKOOL“ gibt Gründer Ali Mahlodji Vorträge an Schulen, um Schüler zum Nachdenken über ihre berufliche Zukunft zu bringen. Mahlodji selbst trat vor einiger Zeit als CEO der Firma zurück, seine Rolle übernimmt seither Mitgründer Jubin Honarfar.

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