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WeWork: Nach Milliardenverlust sollen bis zu 6.000 Stellen abgebaut werden

Bei WeWork. © WeWork
Bei WeWork. © WeWork

Die nächste Hiobsbotschaft rund um WeWork – oder The We Company, wie das Startup nach der Umbenennung eigentlich heißt. Bis zu 6.000 Mitarbeiter könnten demnächst den Job verlieren. Nach den riesigen Problemen nach dem Börsengang und einem Milliardenverlust im abgelaufenen Quartal scheint nun die Reißleine gezogen zu werden.

Bei rund 1,25 Milliarden US-Dollar lag der Verlust im zurückliegenden Quartal. Zu viel für den neuen Besitzer Softbank, der das strauchelnde Startup zuletzt mit mehreren Milliarden Dollar versorgte, um zumindest die Liquidität zu gewährleisten. Schon damals hieß es allerdings in US-Medien, Softbank könnte einen rigiden Sparkurs fahren und bis zu 4.000 Mitarbeiter entlassen.

Tatsächlich dürften es jetzt noch mehr werden. Wie die New York Times berichtet, sind bis zu 6.000 Arbeitsplätze massiv gefährdet. Den Informationen der Zeitung zufolge sollen bis zu 2.500 Mitarbeiter aus der Zentrale gehen und rund 1.000 Mitarbeiter aus den verschiedenen Nebenstellen. Reinigungskräfte und andere Service-Mitarbeiter sollen ausgelagert werden. Bestätigt ist allerdings noch nichts offiziell, weder WeWork noch Softbank haben sich bislang zum Thema geäußert. Insgesamt arbeiteten Ende Juni noch 12.500 Menschen weltweit für den Coworking-Space-Betreiber. Rund ein Drittel davon ist von der ersten Kündigungswelle betroffen, laut der Quelle der NYT könnten in den nächsten fünf Jahren aber noch weitere Stellen folgen.

Viele Negativschlagzeilen

Zuletzt war WeWork vorrangig mit negativen Schlagzeilen in den Medien: Mitte August berichteten wir über den bevorstehenden Börsengang, obwohl WeWork schon damals massive Verluste machte. Die Bewertung lag im August bei etwa 47 Milliarden US-Dollar, konnte beim Börsengang allerdings weit nicht gehalten werden. Zudem sorgte Ex-CEO Adam Neumann immer wieder für Probleme. Bekannt wurde unter anderem, dass er seine eigenen Immobilien an seine Firma vermietet und Familienmitglieder mit attraktiv bezahlten Jobs versorgt. Auch das schuf letztlich keine großartige Vertrauensbasis zwischen Aktionären und dem CEO. Neumann ist mittlerweile Geschichte, ein Nachfolger steht aber noch nicht fest.

+++ Talent Garden sieht WeWork nicht als Konkurrenten, sondern als Wegbereiter. +++

WeWork ist auf Coworking-Spaces spezialisiert und betreibt über 650 Standorte in weit über 100 Städten. Rund eine halbe Million Menschen nutzt das Angebot von WeWork gegen eine monatliche Gebühr.

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