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Fachkräftemangel: Bis 2020 fehlen in Europa 760.000 IT-Experten

Europa auf der Landkarte. © Pexels
Europa auf der Landkarte. © Pexels

Beim Weltwirtschaftsforum (WEF) im schweizerischen Davos treffen ab heute Politiker, Unternehmer, Wissenschaftler und Medienvertreter zusammen, um die großen ökonomischen Fragen unserer Zeit zu diskutieren. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) reisen ebenso an wie Apple-Chef Tim Cook, Alibaba-Gründer Jack Ma, Uber-CEO Dara Khosroshahi und Facebook-Managerin Sheryl Sandberg.

Eines der Kernthemen in Davos ist natürlich Innovation – und welche Rolle Europa künftig zwischen den USA und China spielen kann. Dazu hat das WEF in Zusammenarbeit mit McKinsey den „Innovate Europe Report 2019“ veröffentlicht, der Einblicke und Anregungen geben will, wie Europa künftig bei neuen Technologien und Forschung agieren soll. Auch wenn Europa 2018 viele Fortschritte gemacht hätte (etwa die Datenschutzgrundverordnung): „Große Plattform-Unternehmen aus Asien und Nordamerika beginnen, aufkommende Deep Technologies zu beherrschen“, heißt es im Vorwort des Reports.

Fokus auf Künstliche Intelligenz

Als Beispiel wird Künstliche Intelligenz genannt. Bis 2030 könnte AI satte 2,7 Billionen Euro zum wirtschaftlichen Output Europas beitragen – allerdings würden Corporates und Venture-Capital-Firmen viel weniger in europäische AI-Entwicklung stecken als in China oder den USA. Die nächste Herausforderung: In europäischen Ländern würden bis 2020 rund 760.000 Fachkräfte im ICT-Bereich (Information & Communications Technology) fehlen. Dementsprechend müssten Menschen entsprechende Skills erlernen können, um diese offenen Jobs besetzen zu können.

Um in der Daten-getriebenen Wirtschaft mithalten zu können, gibt der Report einige Handlungsanweisungen. Die Vermittlung von Digital-Skills in Schulen, mehr Budget für Innovationsförderung, Förderung von Unternehmertum (v.a. bei Frauen), Sandboxes zum Experimentieren mit neuen Geschäftsmodellen, Funding für digitale Plattformen in strategisch wichtigen Industrien (z.B. Automobilbranche) und einfacheren Zugang zu öffentlichen Daten. Um den Anschluss an die USA zu schaffen, wären etwa 80 Milliarden Euro mehr öffentliche Gelder für R&D im Innovationsbereich notwendig, heißt es in dem Report.

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