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Waytation: Startup für Messe-Events fällt der COVID-Pandemie zum Opfer

Cemsit Yelgin, CEO und Mitgründer von Waytation. © Trending Topics
Cemsit Yelgin, CEO und Mitgründer von Waytation. © Trending Topics

Eine bittere Pille müssen Gründer und Investoren von Waytation schlucken. Denn das Startup, das für seine Tracking-Technologien für Messebesucher bekannt wurde, ist in Konkurs gegangen. 2016 gegründet, holte sich die Firma von CEO Cemsit Yelgin 2019 eine Millionenfinanzierung und wollte den Markt für Messen in Deutschland erobern. jetzt ist klar, dass das Ende der Reise erreicht wurde. Die Passiva belaufen nach eigenen Angaben rund 1,3 Millionen Euro, Antrag auf Sanierung wurde keiner gestellt – demnach ist das Ende der Firma wohl besiegelt.

Schuld an der Misere ist klarerweise die Corona-Krise und das Loch, in das Veranstalter weltweit – und damit auch ihre Zulieferer – durch die Lockdowns gefallen sind. „Bis zuletzt wurde von den Gesellschaftern auf eine Lockerung der COVID-19 Maßnahmen gehofft. Da jedoch Großveranstaltungen bis auf weiteres nicht möglich waren und sind und das schuldnerische Unternehmen keine Überbrückungshilfen erhalten hat, erscheint dem Geschäftsführer – eigenen Angaben zufolge – eine Fortführung des Unternehmens derzeit nicht zielführend“, heißt es in einer Stellungnahme des Alpenländischen Kreditorenverbandes.

Waytation-CEO: „Mir schulden viele Leute Bier dafür, dass wir das geschafft haben“

„Heute muss ich Ihnen mitteilen, dass Waytation der Pandemie zum Opfer gefallen ist und dauerhaft geschlossen wird. Hinter diesem kurzen Satz stehen 14 Monate intensiver, emotionaler und anstrengender Überlebenskampf. Wir haben 14 Monate des intensiven, emotionalen und anstrengenden Kampfes ums Überleben hinter uns“, so Yelgin in einem Statement auf Linkedin. Beteiligt waren an dem Startup der Business Angel Hansi Hansmann, startup300 sowie Business Angel Johannes Siller. Angestellte hatte die Firma zuletzt keine mehr.

Bisher hatte die Corona-Krise generell sehr wenige Insolvenzen zur Folge – vor allem deswegen, weil viele Firmen durch massive Hilfsmaßnahmen am Leben erhalten wurden und werden. In der Startup-Szene gibt es bisher nur einige wenige Beispiele für Insolvenzen. Der Konkurs von Hex aus Kärnten verlief glimpflich, als in letzter Sekunde Anexia zu Hilf eilte und das insolvente Startup zukaufte (Trending Topics berichtete).

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