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waterdrop: Wiener Startup holt sich von „Die Höhle der Löwen“-Investorin 500.000 Euro

Die waterdrop-Gründer mit Investorin Dagmar Wöhrl. © waterdrop
Die waterdrop-Gründer mit Investorin Dagmar Wöhrl. © waterdrop

So genannte Micro-Drinks schmecken nicht nur immer mehr Konsumenten, sondern offenbar auch Investoren. Bei der Startup-Show Die Höhle der Löwen auf VOX hat das Wiener Startup waterdrop heute Abend eine Investmentzusage in der Höhe von einer Million Euro erhalten. Die beiden Investoren Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel wollten sich im Rahmen der Show beteiligen und sich gemeinsam 12,5 Prozent schnappen. waterdrop hat sich auf Brausetabletten spezialisiert, die man in Wasser auflösen kann, um schnell Fruchtsaft zu machen. Das soll Plastikflaschen sparen.

Kaufen kann man die Produkte online oder im Einzelhandel bei Bipa und Merkur. waterdrop betreibt auch sechs eigene Shops, und zwar in in Salzburg, im Donauzentrum Wien und in der SCS bei Wien. Bis dato zählte man rund 40.000 Online-Kunden.

Familie Wöhrl steigt ein

Nach der Show, die schon vor einiger Zeit abgedreht wurde, sieht der Deal etwas anders aus. Vorerst steigt nur die Familie Wöhrl über die Intro-Verwaltung GmbH mit 500.000 Euro ein und hält nun 6,15 Prozent der Wiener Firma rund um Gründer und CEO Martin Murray. Die Familie der ehemaligen Politikerin (Dagmar Wöhrl war bei der CSU) soll über jahrzehntelanges Wissen im Einzelhandel und im Airline-Business verfügen und führt mit Dormero eine eigene Hotelgruppe. Das sind Andock-Möglichkeiten für die Wiener, um das Produkt am B2B-markt zu etablieren. Mit dem frischen Kapital der Wöhrls will waterdrop erste Schritte am großen deutschen Markt wagen.

Wie Trending Topics berichtete, wird das Startup heuer rund 10 Millionen Stück seiner Brausetabletten verkaufen und seinen Umsatz auf rund 4 Millionen Euro versechsfachen. Neben Österreich ist waterdrop via Online-Shop auch in Tschechien, der Schweiz und Dänemark aktiv, auch um Einzelhandel sind die Produkte in Österreich bereits gelistet.

Ralf Dümmel vorerst nicht an Bord

„Wir haben uns entschieden, mit der flächendeckenden Platzierung in Deutschland ganz bewusst noch etwas zu warten. Wir wollen den Markt erst zu 100 Prozent verstehen und unsere eigene Organisation in Deutschland aufbauen, bevor wir unsere Vertriebsaktivitäten massiv ausweiten“, so Martin in einer Aussendung. „Da haben wir auch keinen Stress oder machen uns unnötigen Druck, denn wir gewinnen schon jetzt tausende Kunden pro Monat. Wir haben uns deshalb darauf geeinigt, vorerst nicht mit Ralf Dümmel zusammenzuarbeiten. 2019 wollen wir uns noch einmal zusammensetzen und über eine mögliche Partnerschaft sprechen.“

Investor Ralf Dümmel ist weiterhin für Gespräche mit den Wienern offen. „waterdrop möchte aktuell noch nicht großflächig in den deutschen Handel einsteigen und fokussiert sich im Moment auf das Online-Geschäft sowie erste Schritte im Handel im Süden Deutschlands“, so Dümmel in einer Aussendung. „Sobald sich das waterdrop-Team entschieden hat, flächendeckend in den deutschen Handel zu gehen, werden wir auf jeden Fall nochmal sprechen, denn dabei würde ich sie sehr gerne unterstützen. Aber auch wenn es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Zusammenarbeit gibt, haben wir schon an verschiedenen Stellen unterstützt. Die Gründer und ich sind sehr freundschaftlich verbunden und haben einen sehr guten, regelmäßigen Kontakt.“

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