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Was steckt hinter dem Krypto-Trend der Non-Fungible Tokens, Jürgen Höbarth?

“Everydays: The First 5000 Days” von Bleep. © Bleep
“Everydays: The First 5000 Days” von Bleep. © Bleep

Wer in Crypto ist, der muss auch wissen, was NFTs sind. Bei den Non-Fungible Tokens, an denen verschiedene Projekte und Developer schon seit Jahren arbeiten (z.B. CryptoKitties), gibt es derzeit starkes Wachstum. Branchenbeobachter meinen, dass es 2021 einen Durchbruch für NFTs im Mainstream geben könnte. Das bis dato beste Beispiel ist Beeple. Hinter dem Künstlernamen steckt Mike Winkelmann, der mit “Everydays: The First 5000 Days” ein NFT-basiertes, digitales Kunstwerk geschaffen hat, das ab morgen, dem 25. Februar, bei Christie’s versteigert wird.

Der Österreicher Jürgen Höbarth, der in Hongkong lebt, ist einer der profiliertesten Krypto-Experten, und setzt sich auch intensiv mit NFTs auseinander. Im Interview erklärt er, wie NFTs funktionieren und in wleche Richtung sich der Bereich entwickelt.

Trending Topics: An Non-Fungible Tokens wird schon länger gearbeitet. Was ist die große Revolution bei NFTs?

Jürgen Höbart. © privat
Jürgen Höbart. © privat

Jürgen Höbarth: NFTs repräsentieren echtes digitales Eigentum. Es ist eine spezielle Form von Token auf der Blockchain, die es möglich machen, echtes digitales Eigentum abzubilden, zu besitzen und zu transferieren. Im Moment erlangt diese Form von digitalen Eigentum eine gewisse Popularität im Bereich der digitalen Kunst und Sammlerstücken und wird auch in der Spieleindustrie vermehrt eingesetzt.

Viele Leser kennen sicher CryptoKitties – welche anderen NFTs sollte man kennen?

Als Österreicher natürlich die CryptoStamps der Post, da jede physische Crypto-Briefmarke auch einen digitalen Zwilling als NFT hat. Außerdem gibt es einige bekannte Projekte in Österreich, etwa CryptoWiener, oder den Künstler Primal Cypher. International am populärsten ist derzeit natürlich NBA Topshot von Dapper Labs, und wichtig in dem Bereich ist sicher auch Larva Labs mit CryptoPunks.

Die erste Blockchain-Briefmarke der Welt kommt aus Österreich

Welche sind die wichtigsten Plattformen im Kunstbereich?

Im Kunstsegment sind es definitiv

In welche Richtung wird sich der Bereich deiner Meinung weiter entwickeln?

NFTs werden einen wichtigen Teil im nächsten Schritt der Digitalisierung sein, die man Tokenisierung nennt. Man kann sich das sogar soweit vorstellen, dass physische Objekte wie ein Auto oder eine Wohnung einen digitalen Zwilling haben oder Dokumente wie ein Abschluss von der Uni in einer Digitalen Form als NFT abgebildet werden. Wir sind hier am Anfang, so wie etwa die ersten Versuche in den frühen Tagen des Internet, als die ersten Texte, Bilder, Töne und Videos verschickt und hochgeladen wurden.

CryptoKitties: „We Want to Bring a Billion People to The Decentralized Web“

Litecoin-Gründer Charlie Lee hat kürzlich harsche Kritik an NFTs geübt und gemeint, dass sie keinen Wert hätten und das Angebot die Nachfrage weit übersteigen würde – der Markt dafür also implodieren würde. Deine Meinung?

NFT’s als Spekulationsobjekt, so wie sie zum Beispiel bei NBA-Topshots eingesetzt werden, sind natürlich in einem Hype. Das kann man sich so vorstellen wie einen Sammelkarten-Hype, den es etwa um Pokemon-Karten oder Baseball-Sammelkarten gab. Es ist sicher auch viel Schrott dabei, und einige Leute springen da aus auch mir nicht nachvollziehbaren Gründen hinein. Da sind sicher einige Glücksritter dabei.

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