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Warum du eine KG gründen solltest

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Die KG ist günstig zu gründen und bietet trotzdem beschränkte Haftung. © Fotolia
Die KG ist günstig zu gründen und bietet trotzdem beschränkte Haftung. © Fotolia

Dieser Blog Artikel wurde von ChillBill, eine Cloud-Software für automatische Buchhaltung aus Österreich, zur Verfügung gestellt. Sie sind großartig und unfassbar nett.

Eine beliebte Unternehmensform in Österreich ist die KG (Kommanditgesellschaft). Die KG ist günstig zu gründen und bietet trotzdem beschränkte Haftung. Die ideale Gesellschaftsform also?

Bei der Kommanditgesellschaft handelt es sich um eine Personengesellschaft. Mindestens zwei natürliche oder juristische (z.B.: GmbH, Limited) Personen entschließen sich dazu, eine Firma zu gründen. Eine der beiden ist Komplementär und die andere Kommanditist. Beide Rollen haben ihre Vorteile und Nachteile:

Der Komplementär: Der Komplementär ist zur Geschäftsführung berechtigt und verpflichtet. Anders als bei einer GmbH haftet bei einer KG der Komplementär unbeschränkt. Das bedeutet, dass die Gläubiger nicht nur Anspruch auf das Geld im Unternehmen haben, sondern auch auf das private Vermögen des Komplementärs.

Der Kommanditist: Ein Kommanditist ist prinzipiell nicht geschäftsführungsbefugt. Er haftet mit seiner Vermögenseinlage, die je nach Beteiligung an der KG variieren kann. Ein Kommanditist übernimmt die Haftung bis zu einem gewissen Betrag, der vertraglich festgesetzt wird. Kommanditisten haben bei herkömmlichen Geschäften kein Mitspracherecht und dürfen auch kein Veto einlegen.

Schließen sich mehrere Personen zu einer KG zusammen, empfehlen wir, dass ihr nur einen Komplementär und mehrere Kommanditisten bestellt.

Warum?

Da nur der Komplementär uneingeschränkt haftet. Und es ist nicht sinnvoll, dass mehrere Personen Haftung mit ihrem Privatvermögen übernehmen.

Vorteile einer Kommanditgesellschaft KG

Die KG verbindet die Vorteile von OG und GmbH:

  • Es haftet nur ein Gesellschafter als Komplementär.
  • Kommanditisten können nur bis zu einem vorher festgelegten Betrag haftbar gemacht werden.
  • Keine Mindesteinlage notwendig
  • Geringe Gründungskosten
  • Hohe Entscheidungsgewalt

Nachteile einer KG

  • Komplementäre haften mit Stammeinlage und Privatvermögen.
  • Geraten Komplementäre in Streit, kann der Bestand der KG gefährdet sein.
  • Wegen der Vormachtstellung der Komplementäre müssen sich die Gesellschaftern vollkommen vertrauen.

Steuern und Buchhaltung

Jeder Gesellschafter der KG erhält eine eigene Steuernummer und muss die Gehälter, die von der KG an die Gesellschafter ausgeschüttet werden, selbst versteuern. Das heißt, die Gesellschafter sind mit ihren Gewinnanteilen einkommensteuerpflichtig.

Für die Buchhaltung deiner KG empfehlen wir dir natürlich ChillBill. Bis zu einem Umsatz von 220.000 Euro im Vorjahr kannst du die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung anwenden. Wahlweise ist auch doppelte Buchführung möglich, auch hier hilft dir ChillBill. Wir können dir auch einen guten Steuerberater empfehlen.

Gründungskosten einer KG in Österreich

In Österreich kannst du mit folgenden Gebühren für die Gründung einer KG rechnen (Stand Februar 2016):

Gebühr Kosten
Eingabegebühr € 47,30
Gebühr für den Gewerberegisterauszug € 7,20
Beilagen (pro Bogen z.B. Zeugnisse, Arbeitszeugsnissee,…) € 3,90
Anzeige eines gewerberechtlichen Geschäftsführers € 14,30
Firmenbuch-Eintrag KG ab € 240,00
Summe ab € 308,80

Förderungen

Bei Förderungen in Österreich besteht kein Unterschied zu allen anderen Unternehmensformen. Interessante Anlaufstellen für Jungunternehmen und etablierte Unternehmen sind AWS, FFG und in Wien die Wirtschaftsagentur. Für Neugründer gibt es noch spezielle Gebühren- und Steuerbefreiungen.

Ist die KG interessant für dich? Teile doch deine persönliche Gründergeschichte in den Kommentaren!

Weitere Infos

ChillBill ist keine Steuerberatung und kann daher auch nur überblickshaft über Steuerthemen informieren, aber keine steuerlichen Ratschläge geben. Bevor du einen unserer Steuertipps anwendest, prüfe anhand der angegebenen Quellen, ob der Tipp noch aktuell ist und ob er für deine Situation anwendbar ist. Oder noch besser: Wende dich an die Steuerberatung deines Vertrauens.

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