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Waltz7: Wiener Startup holt US-Trend Duschtabs nach Europa

Die Dusch-Tabs von Waltz7. © Waltz7
Die Dusch-Tabs von Waltz7. © Waltz7

Die Dusche als Geheimtipp für Home-Spa-Aficionados: Auf dieses Konzept setzt das österreichische Startup Waltz7. Duschtabs sind Tabletten, die sich in der Duschtasse langsam auflösen und dabei intensiv duften. Für die beiden Gründer Thomas Grüner und Thomas Schloss könnte es derzeit kaum besser laufen: Fast eine halbe Million solcher Tabs hat Waltz7 in den ersten zwei Jahren verkauft – rund die Hälfte davon ins Ausland. Und auch die Teilnahme bei der Show „2 Minuten, 2 Millionen“ ist ein Erfolg. Grüner: „Dass in der Show plötzlich ein Bieter-Wettkampf entfacht wird und alle Investoren uns ein Angebot machen wollen, hat uns dann doch sehr erfreut.“

Duschtabs statt Saunaöl

Thomas Grüner erzählt die Geschichte hinter dem Wellness-Duschzusatz gerne so: Als Unternehmensberater bei PwC war er auf einer Geschäftsreise und abends hatte der Wellnessbereich seines Hotels meist schon geschlossen. Ein paar Tropfen Saunaöl in der Dusche rochen zwar gut, aber nicht lange genug. Da sei ihm die Idee eines Duschduftes in Tablettenform gekommen.

Der richtige Riecher für einen US-Trend

In den USA sind Showertabs schon länger trendy. DIY-Plattformen wie Etsy bieten eine reiche Palette und YouTube-Videos zahllose Anleitungen zum Nachmachen. Gemeinsam mit Thomas Schloss hat sich Grüner durch das US-Angebot und die YouTube-Rezepte probiert – mit der Erkenntnis, dass es bei Duschtabs qualitativ noch viel Luft nach Oben gibt.

Die Idee mag nicht sehr visionär gewesen sein, die beiden Gründer haben aber einen guten Riecher für das Geschäft und sind zum richtigen Zeitpunkt aufgesprungen. Als sie Waltz7 2015 gründeten, nahm der Duschtabs-Trend in den USA gerade erst an Fahrt auf. Europa ist laut Grüner und Schloss noch „Wellness-affiner“ – der perfekte Moment, um als First-Mover zu punkten.

TU Dortmund hilft bei der Duschtab-Entwicklung

Gemeinsam mit Andreas Hartwig, den Grüner von PwC kannte, wurde ein Businessplan erstellt und die Produktentwicklung angekurbelt. Dank der Hilfe von der TU Dortmund, französischen Parfümeuren und anderen Partnern lagen nach 18 Monaten die ersten Waltz7-Tabs auf dem Tisch. Die Entwicklung und der Marktstart wurden mit eigenem Kapital und Förderungsgeldern finanziert.

Waltz7 setzt auf Partner in der Hotellerie

Waltz7 setzt auf ein interessantes Marketingkonzept: Touristen sollen durch Gratis-Proben in Hotels auf den Geschmack kommen. Dazu hat das Startups Partnerschaften mit TUI und einem großen Hotelkosmetik-Lieferanten abgeschlossen. Neben dem Online-Shop werden die Duschtabs in Österreich und Deutschland auch im Einzelhandel angeboten.

Mit der Unterstützung aus der TV-Show wollen die Gründer vor allem Partnerschaften im Einzelhandel ausbauen und in weitere Länder expandieren. Neben REWE und Rossmann ist man bereits mit weiteren Händlern im Gespräch: „Das positive Feedback und die hohe Wiederkaufrate stimmen uns sehr zuversichtlich auf einen langfristigen Regalplatz in In- und Ausland“, so Grüner. Eilig haben es die Waltz7-Gründer aber nicht: „Die Nachfrage muss organisch wachsen und das braucht etwas Zeit.“

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