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Wallets: 5 Tipps zur sicheren Verwahrung von Bitcoin und Co.

Das Hard Wallet Ledger Nano S. © Ledger
Das Hard Wallet Ledger Nano S. © Ledger

Der wichtigste Unterschied zwischen Bitcoin & Co. und unserem bekannten Euro ist das Handling. Der Großteil von uns besitzt ein Bankkonto. Wir sind für den Schutz unseres Passwortes für das online Banking oder die Kreditkarte zuständig, letztlich ist es aber die Bank und die staatliche Einlagensicherung, die unser Vermögen bis zu einer gewissen Grenze schützt. Diesen Service bezahlen wir mit Kontogebühren und anderen teilweise verdeckten Kosten.

Bei den Kryptowährungen sind die Gebühren niedriger und es gibt keine Zugangsbeschränkungen. Aber man ist selbst für die Sicherheit des Vermögens zuständig.

5 Tipps zur Sicherung des Krypto-Vermögens

1. Privaten Schlüssel selbst aufbewahren

Zu jeder Bitcoin-Adresse gehört ein einzigartiger privater Schlüssel mit dem über das Vermögen verfügt wird. Nur wer im Besitz dieses Schlüssels ist, kann auf die Coins zugreifen.

Wallets verwalten alle Schlüssel zu den Bitcoin-Adressen selbstständig. HD-Wallets erstellen einen sogenannten Seed (diese Funktion nennt sich oft “Backup erstellen”). Das ist eine Reihe von 12-24 englischen Wörtern mit denen immer auf alle Bitcoin-Adressen der Wallet zugegriffen werden kann.

Bei vielen online Börsen ist es so, dass Sie die Coins dort kaufen und auch eine Wallet dazu bekommen. Die privaten Schlüssel bzw. der Seed werden von der online Börse verwaltet. Diese Börsen sind aufgrund dessen, dass sie hohe Mengen an Kryptowährung für ihre Kundinnen und User halten, begehrtes Ziel von Hackern. Daher sollte man immer selbst eine eigene Wallet am einrichten und die Coins dorthin verschieben.

Wallets, bei denen man den Seed bekommt, sind:

Android und iOS Smartphone:

Wallets für Windows und OSX Geräte:

2. Aufteilen des Vermögens

Genauso wie im “echten Leben” ist es ratsam, größere Beträge im sogenannten “Cold Storage”, abseits von Geräten, die im Internet hängen, aufzubewahren (Paper oder Hardware Wallet). Kleinere Beträge kann man in der Smartphone Wallet für unterwegs benutzen.

3. Paper- oder Hardware-Wallet nutzen

Damit Hacker, Keylogger und Viren die Schlüssel nicht stehlen oder zerstören können, sollte man für größere Beträge eine Paper Wallet oder ein Hardware Wallet verwenden. Die Paper Wallet, ist wie der Name schon sagt, ein Stück Papier auf dem die Bitcoin-Adresse und der private Schlüssel vermerkt sind. Ein Hardware Wallet ist ein kleines Gerät ähnlich einem USB Stick über das man Transaktionen sicher tätigen kann, auch wenn der Computer virenverseucht oder gehacked ist.

Im Gegensatz zum Paper Wallet kann man mit dem Hardware Wallet auch regelmäßige Transaktionen durchführen, da die Hardware Wallets von den Herstellern mit Schnittstellen zu Online-Börsen und anderen Wallets ausgestattet werden. Ein Hardware Wallet sollte man nie von fremden Personen auf eBay oder Amazon kaufen, sondern immer direkt auf der Hersteller-Webseite oder beim Händler des Vertrauens.

Am besten benutzt man ein Gerät, das noch nicht initialisiert ist. Das heisst, man sollte selbst den PIN-Code für das Gerät festlegen und den Seed, den die Wallet erzeugt, aufschreiben. Zusätzlich zum Gerät benötigen Sie eine Wallet, um Ihre Coins zu verwalten. Jeder Hersteller bietet die Verwendung von eigenen und fremden Smartphone- und Desktop-Wallets an. Die Hardware Wallets unterstützen jeweils unterschiedliche Kryptowährungen. Daher sollte man sich vor dem Kauf ansehen, welche das sind.

Empfehlungen für Hardware Wallets:

4. Adressen bei Transaktionen immer doppelt checken

Bei jeder Überweisung von Coins sollte man die Adressen doppelt und dreifach checken. Wird an eine falsche Adresse überwiesen, ist das Geld verloren. Es gibt keine Wiederherstellungs- oder Rückholmöglichkeit.

5. Im schlimmsten Fall der Fälle

Nicht vergessen: es kann jeden Tag ein Unglück passieren. Daher sollte man eine Vertrauensperson informieren, wo die privaten Schlüssel gespeichert sind und wie man damit umgeht. Ansonsten sind die Coins verloren.

Über die Autorin

Dipl.-Ing. Anita Posch (*1970) hat 20 Jahre Arbeitserfahrung als selbstständige Geschäftsführerin, Beraterin und Gründerin von Internetplattformen und E-Commerce-Anwendungen. Sie gibt ihre Bitcoin-und-Blockchain-Expertise in Vorträgen, Seminaren und dem Ratgeber „Bitcoin & Co. Kryptowährungen sicher kaufen, verwalten und verwahren“ weiter.

https://anitaposch.com

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