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Vresh mischt mit „Jeans handmade in Europe“ Wien Neubau auf

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Vresh
Vresh will mit fair produzierten Jeans durchstarten © Vresh

Das junge Eferdinger Modelabel traut sich über die Landesgrenzen hinaus und mischt den 7. Wiener Gemeindebezirk auf. Vresh nistet sich von 1. bis 14. Dezember im Sneak In in der Siebensterngasse gleich hinter dem Museumsquartier ein.  Die neue Kollektion wird dort in der Vorweihnachtszeit bereits exklusiv erhältlich sein, für die Damenkollektion gibt es besondere Aktionen. Das Highlight des Pop-Up-Stores ist aber die neue Jeans, die Vresh mit Crowdfunding finanziert. Kunden können die Hose dort begutachten und probieren. Das Finanzierungsziel von 10.000 Euro wurde bereits deutlich übertroffen.

„Jeans handmade in Europe“

Seit 24. November kann auf der Plattform Kickstarter in die neue Jeans für Männer investiert werden. Die Hose wird in Portugal produziert, was auch eine starke Botschaft der Kampagne ist: „Jeans handmade in Europe“. Ziel der Aktion ist, fair produzierte, hochwertige und leistbare Kleidung anbieten zu können.

Die Kickstarter-Kampagne präsentiert sich mit einem Video, das die Produktionsstätte und die Eigenschaften der Hose auf Englisch und Deutsch zeigt. Der portugiesische Familienbetrieb beliefert Vresh direkt, wodurch die Kosten gering gehalten werden können. Die Hose hat einen gewissen Anteil an Elasthan, der eine große Bewegungsfreiheit erlaubt. Der integrierte schmale Gürtel ist praktisch für Skater. Diese Zielgruppe wird im Video speziell angesprochen. Der Gürtel kann einfach rausgezogen werden, die Löcher sind unauffälig und verschwinden hinter einem Gürtel. Die Verarbeitung macht die Jeans besonders robust.

Die neue Jeans hat einen integrierten Gürtel © Vresh
Die neue Jeans hat einen integrierten Gürtel © Vresh

Die internationale Crowd als Kunde

Die Crowdfunding-Kampagne ist für Vresh Vertriebsweg und Marketingtool zugleich. Durch die Vorbestellungen, die in der Crowdfunding-Kampagne gemacht werden, kann bei der Order eine genaue Stückzahl angegeben werden. „Das ist wichtig, da unsere Betriebe hochspezialisiert sind“, sagt Klaus Buchroithner, einer der Gründer und Geschäftsführer des Labels. Das Crowdfunding bringt auch einen Marketing-Effekt mit sich, auf den das Label viel Wert legt. „Wir wollen auf lange Sicht eine internationale Community aufbauen, die wir über die Aktion perfekt ansprechen können“, sagt Buchroithner.

Die meisten Bestellungen kommen aus Österreich und Deutschland. Rund elf Bestellungen hat es bisher aus der ganzen Welt gegeben. Vresh-Jeans werden dann unter anderem in Saudi Arabien, Südkorea und Australien zu sehen sein. Bei Vresh steht aber zunächst Deutschland im Fokus. „Wir wollen dort bald Fuß fassen, da der Markt für uns leichter zu bespielen ist“, erklärt Buchroithner. Statt Wien wurde kurzzeitig auch München für den Pop-Up-Store in Erwägung gezogen. Die Organisation mit dem Personal sei aber zu schwierig gewesen.

The sky’s the limit

Das Finanzierungsziel der Kickstarter-Kampagne liegt bei 10.000 Euro und wurde nach nur einer Woche übertroffen. Derzeit steht das Projekt bei rund 12.000 Euro von 136 Unterstützern. „Wir hoffen, dass es noch mehr wird. Wir haben noch mehr als drei Wochen Zeit“, sagt Buchroithner. Die angebotenen Packages sind noch nicht ausverkauft. Mit dem Super Early Bird Package etwa kann die Jeans um 60 Euro erworben werden, später im Handel soll sie 80 Euro kosten. Es gibt auch eine Denim Box mit Shirt und Snapback-Cap oder eine Paket für Unternehmen. Die Auslieferung wird im März 2017  erfolgen. Bei dem Investment auf Kickstarter geben die Kunden Größe, Farbe und Modell noch nicht an. Unschlüssigen Kunden sei die Möglichkeit, die Hose im Pop-Up-Store zu probieren, ans Herz gelegt. Die Produktdetails holt Vresh nach Ende der Crowdfunding-Aktion ein, erst dann geht die Order an den Produzenten.

Vresh hat sich seit 2012 vom lokalen Modelabel zum internationalen Player gemausert. Das Start-up hat mit einem Store im oberösterreichischen Eferding gestartet. Hoodies, Beanies und Snapbacks werden auch über den Onlinestore vertrieben. „Nach der Gründung der GmbH heuer wollen wir richtig durchstarten“, gibt sich Buchroithner motiviert.

Die Kampagne auf Kickstarter läuft noch bis 24. Dezember.

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Gründer Klaus Buchroithner und Kevin Blaschek im Vresh-Store in Eferding © Vresh

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