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VR Coach: Salzburger Startup will Virtual-Reality-Therapie leistbar machen

Michael Altenhofer, Co-Founder von VR Coach. © VR Coach
Michael Altenhofer, Co-Founder von VR Coach. © VR Coach

Virtual Reality gegen Angststörungen: Die VR Coach Gmbh entwickelt für die Virtual-Reality-Therapie ein mobiles System, das vor allem für die Behandlung von Angststörungen angewendet werden soll. Das Produkt soll diese Behandlungsform auch für Privatpraxen erschwinglich machen – und demnächst weltweit verkauft werden.

Therapeuten und Technologie

Das Unternehmen wurde im Oktober 2019 von Michael Altenhofer gegründet. Gesellschafter von VR Coach sind der Wiener Hirnforscher Marcus Täuber und der Salzburger Investor Thomas Blaschke. Für die Produktentwicklung und den Vertrieb erhielt das Startup zudem mehrere nicht rückzahlbare Zuschüsse von aws und der WKO sowie einen von der aws garantierten Kredit. 

Geschäftsführer Michael Altenhofer fasst den Werdegang des Unternehmens zusammen: „Seit vielen Jahren beobachten wir, dass Studiengänge und Fortbildungen im Bereich Psychotherapie boomen. Studienplätze sind schwer zu bekommen, und auch die postgraduellen Angebote sind regelmäßig ausgebucht. Seit Kurzem wächst hier eine Generation zukünftiger Therapeuten heran, die es gewohnt ist, mit Technologie zu arbeiten. In den nächsten Jahren wird es zum Standard, dass Technologien auch in der Patientenbehandlung eine wichtige Rolle spielen. Virtual Reality ist hier eine Schlüsseltechnologie, da das Erleben von angst- oder stressauslösenden Umgebungen zu den gängigen Interventionen zählt. Mit VR lassen sich solche Umgebungen perfekt simulieren und Interaktionen ermöglichen.“

Preiswerte Hard- und Software

Die Virtual-Reality-Therapie sei in vielen Kliniken weltweit bereits etabliert, heißt es vom Unternehmen. Die Hersteller dieser Produkte hätten allerdings „hauptsächlich für diese Zielgruppe aufwendige Hardware-Systeme um mehrere Zehntausend Euro “ produziert. VR Coach will diese Preisproblematik lösen. Altenhofer: „Wir nehmen uns niemand geringeren als Henry Ford als Vorbild. Er hat es geschafft, ein begehrtes Produkt günstiger herzustellen und es für die Massen leistbar zu machen. Wir reduzieren ohne Qualitätsverlust auf ein kompaktes System, das wir um 1.700 Euro für die Hardware plus 1.000 Euro jährliche Lizenzkosten für die Software anbieten können. Damit wollen wir die Hunderttausenden Privatpraxen weltweit ansprechen.“

Ehrgeizige Pläne

Mit dem frischen Kapital soll nun das Produkt weiterentwickelt und das Vertriebsteam in den USA vergrößert werden. Mit rund 200.000 Privatpraxen zähle Nordamerika für das Startup zu den wichtigsten Märkten. Ab Januar 2021 sollen die ersten Auslieferungen des Produkts erfolgen, danach dann die in Österreich für Psychologen anerkannte Fortbildung zum „zertifizierten VR-Coach“ komplett online und weltweit angeboten werden. Auch ein Buch über VR-Therapie will das Startup dann veröffentlichen.

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