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weXelerate: Zugangsbeschränkungen nach Notebook-Diebstählen

© Pixabay
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Offen, kooperativ und frisch – so präsentiert sich die neue Arbeitswelt der Coworking Spaces für viele. Doch leider nicht für alle. So berichteten Mitarbeiter von zwei Startups Trending Topics, dass sie Opfer von Dieben im großen Startup-Hub weXelerate in Wien wurden. Dabei wurden mehrere Notebooks gestohlen. Die Betroffenen berichteten, dass die Geräte in einem einfach zugänglichen Gemeinschaftsbüro standen. Als die Mitarbeiter für Arbeitspausen die Schreibtische verließen, wurden die Laptops dann offenbar von Unbekannten entwendet.

„Die Diebe sind organisiert. Sie warten im Innenraum, und man braucht nur kurz auf die Toilette gehen und das Laptop ist weg“, berichtet ein Betroffener, der nicht genannt werden will. Solche Diebstähle können gerade für Startups heikel sein. Denn so ist nicht nur die oft teure Hardware weg, zusätzlich können Mitarbeiter dann tagelang nicht wirklich arbeiten, bis sie ein neues Gerät haben – und im schlimmsten Fall wurde auch kein Backup für die Daten gemacht.

Für junge Firmen, die im Prinzip aus ihren Mitarbeitern und deren Arbeitsgeräten bestehen, bedeutet ein solcher Diebstahl einen erheblichen Rückschlag.

weXelerate wird Zugangsbeschränkungen einführen

Die Betreiber von weXelerate wollen jetzt auf die Vorfälle reagieren. „In naher Zukunft wird weXelerate mit einem Zutrittssystem ausgestattet. Ab diesem Zeitpunkt werden nur mehr vorab registrierte Personen uneingeschränkten Zutritt zu den Stockwerken 1-3 des Gebäudes haben“, heißt es seitens weXelerate. „Für Besucher wird es nur nach vorheriger Anmeldung möglich sein, Zugang zu diesen Stockwerken zu erhalten. Über die Details werden Mieter, Partner und Betroffene Personen zeitnah informiert werden. Wir sind derzeit in der Konzeptionsphase.“
Zu den Vorfällen in den Räumlichkeiten heißt es: „Natürlich bedauern wir den Verlust der Startups sehr. Wir müssen hier aber dazu sagen, dass alle Mieter des Hauses vor Vertragsunterzeichnung ausdrücklich – schriftlich und auch mündlich – mitgeteilt wurde, ihre Gegenstände nicht unbeaufsichtigt liegen zu lassen, da wir keine Haftung dafür übernehmen können. Dieses wurde auch von allen Startups unterschrieben. Es liegt uns jedoch wirklich am Herzen, solche Vorfälle zu vermeiden.“

Bis dato nur Einzelfälle

Dass Coworking Spaces (in denen oft reges Ein- und Ausgehen durch Events und Meetings herrscht), durch den Boom der letzten Jahre vermehrt ins Visier von Dieben genommen wurde, kann die Polizei Wien nicht bestätigen. „Besagte Örtlichkeiten und gestohlene Güter werden in der Kriminalitätsstatistik nicht extra ausgewertet“, heißt es seitens einer Sprecherin. Bei der Kriminalprävention des Landeskriminalamtes Wien ist nach Rückfrage betreffend einer Häufung von derartigen Diebstählen nichts bekannt. Zum Glück handelt es sich bis dato offenbar um Einzelfälle.

Die Wiener Polizei rät jedenfalls dazu, „dass Büroräume nicht unbeaufsichtigt sein sollten“. Bei Verlassen sollten die Räumlichkeiten – sofern möglich – versperrt werden, nach Büroschluss und über Nacht sollten Laptops weggesperrt werden bzw. gebe es spezielle Seilzüge für Laptops, mit denen die Geräte fix mit dem Arbeitsplatz verkettet werden können. „Eigentümer bzw. Vermieter derartiger Büroräumlichkeiten, als auch Diebstahlsopfer, können sich selbstverständlich bei der Polizei persönlich über geeignete Präventionsmaßnahmen erkundigen“, heißt es weiter.

Startups müssen manchmal sogar aus Sicherheitsgründen aus Coworking Spaces ausziehen. Denn ist etwa eine Bank oder ein anderes großes Corporate Partner der Jungfirma, wird oft verlangt, dass die Arbeitsgeräte (auf denen heikle Daten gespeichert werden) nicht in einem Gemeinschaftsbüro stehen dürfen, sondern in einem verschließbaren Office verwendet werden müssen.

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