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Speed-Limit

Ab 2021 fahren Volvo-Autos maximal 180 km/h (mit einigen Ausnahmen)

Volvo V60. © Volvo
Volvo V60. © Volvo

Schneller, höher, weiter – zumindest bei ersterem macht der schwedische Autohersteller nicht mehr mit. Denn eine Kernkomponente der Vision 2020 des Unternehmen ist, die Sicherheit rund um seine Autos zu erhöhen. „Unsere Vision ist, dass bis 2020 niemand in einem neuen Volvo-Auto getötet oder schwer verletzt werden sollte, so CEO Håkan Samuelsson. Und deswegen werden ab 2021 alle neuen Fahrzeuge ein Speedlimit von 180 km/h bekommen.

Diese Geschwindigkeitsbeschränkung von Werk aus ist immer noch weit über den gängigen Speed-Limits auf den allermeisten Autobahnen. Sogar in Deutschland, berühmt für seine Autobahnen, wird diskutiert, ob nicht 130 eingeführt werden sollte. Volvo sieht das maximale Tempo-Limit aber nicht als einzige Maßnahme: Mit Hilfe von Geo-Fencing könne man vernetzte Fahrzeuge etwa im Bereich von Schulen künftig automatisch drosseln.

Ausnahmen soll es aber auch geben. Wenn Volvo-Autos etwa von der Polizei eingesetzt werden, dann kann die Geschwindigkeitsbeschränkung aufgehoben werden.

Sicherheit in der DNA

Die Maßnahme betrifft übrigens nur Volvo-Autos. Volvo gehört der chinesischen Geely-Gruppe und baut mit Polestar eine neue Marke für Elektroautos auf, die via Online-Vertrieb ein Konkurrent zu Tesla werden soll. Für die Polestar-Wagen gelten die kommenden Speed-Limits nicht. Mit diesen will man schließlich Käufer ansprechen, die sich sportlich ausgestattete, vollelektrische Limousinen leisten wollen. Das kommende Modell „Polestar 2“ soll es von 0 auf 100 km/h in weniger als 5 Sekunden schaffen.

Zu Volvo selbst passt die Sicherheitsmaßnahme, die die Möglichkeit zum Rasen einschränken soll (180 km/h sind immer noch viel). Der Drei-Punkte-Sicherheitsgurt, heute Standard in nahezu allen Kraftfahrzeugen, wurde von Volvo-Ingenieur Nils Ivar Bohlin entwickelt und 1958 zum Patent angemeldet, schon bald kamen erste Volvo-Modelle (z.B. Volvo 544) mit dem Gurt auf den Markt. Weil die Schweden das Patent umgehend allen Automobilherstellern zur Nutzung freigab, fand sich der Drei-Punkte-Sicherheitsgurt bald in vielen anderen Autos.

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