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Volocopter: DB Schenker steigt beim Flugtaxi-Startup ein

Die VoloDrone von Volocopter. © Volocopter
Die VoloDrone von Volocopter. © Volocopter

Paketlieferungen per Flugtaxi: Was noch nach Utopie klingen mag, ist wohl nur noch eine Frage der Zeit. Der Logistikriese DB Schenker bereitet sich jedenfalls schon vor: Heute wurde bekannt, dass DB Schenker bei Volocopter einsteigt. Mit der Investition soll unter anderem die Lastdrohne Volodrone zur Marktreife gebracht werden.

Wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf die DPA schreibt, ist nicht klar, wie hoch die Investition ausgefallen ist. An der aktuellen Finanzierungsrunde hätten aber noch weitere – nicht genannte – Investoren teilgenommen. Klar dürfte hingegen sein, wofür das Geld verwendet wird: Volocopter arbeitet seit längerem an der zweiten Generation der Lastdrohne „Volodrone“. Im Oktober absolvierte das Fluggerät seinen ersten Flug, wir berichteten damals. Gedacht ist die Volodrone für den Transport von größeren Containern, als Kranersatz oder zum Verteilen von Düngemitteln über die Luft.

„Schnelle, emissionsneutrale Auslieferung“

„Mit der Integration der Volodrone in unsere zukünftigen Lieferketten können wir den Wunsch unserer Kunden nach schneller, emissionsneutraler Auslieferung auch an schlecht erreichbaren Orten bedienen“, sagte Jochen Thewes, Vorstandsvorsitzender von DB Schenker.

Volocopter selbst sah aber zumindest 2019 noch die Personenbeförderung als Kerngeschäft: „Unser Kerngeschäft bleibt die städtische Luftmobilität und die Personenbeförderung. Die technologische Plattform des Volocopters kann jedoch für eine Vielzahl weiterer Anwendungen einen hervorragenden Mehrwert darstellen. Mit dem VoloDrone bringen wir die Vorteile der Volocopter-Technologie in die Bereiche Logistik, Landwirtschaft, Infrastruktur und öffentliche Dienste“, hieß es damals von Florian Reuter, CEO von Volocopter.

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Mit dem Geld soll aber auch „die Zertifizierung des Flugtaxis Volocity vorangetrieben werden“. Jochen Thewes wird künftig im Beirat von Volocopter sitzen. Zuletzt holte sich Volocopter im Herbst 2019 frisches Kapital in Höhe von 50 Millionen Euro. Ziel von Volocopter ist es aber, Flugtaxis zu demokratisieren. Offen ist lediglich, wann die Flüge beziehungsweise die Taxis in einen leistbaren Bereich für die breite Masse vorstoßen. Zuletzt war die Rede von mindestens fünf, realistischerweise wohl eher zehn Jahren. Paketlieferungen könnten da schon Usus sein.

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