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Volkswagen will 2025 selbstfahrenden E-Van auf den Markt bringen

ID Buzz AD von Volkswagen Nutzfahrzeuge © Volksagen Nutzfahrzeuge
ID Buzz AD von Volkswagen Nutzfahrzeuge © Volksagen Nutzfahrzeuge

Volkswagen Nutzfahrzeuge, eine eigenständige VW-Marke, und Argo AI, ein US-Unternehmen für autonomes Fahren, haben am Sonntag auf der „New Auto Night“ die erste Version des „ID Buzz AD“ (Autonomous Driving) vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen elektrisch betriebenen, selbstfahrenden Van. Ziel der beiden Firmen ist es, den Transporter in den nächsten vier Jahren zu testen und dann kommerziell zu nutzen. Der erste Nutzer soll MOIA sein, eine Ride-Sharing-Tochter des VW-Konzerns. VW hat vor etwa zwei Jahren 2,6 Milliarden Dollar in Argo investiert (Trending Topics berichtete).

Argo AI: Volkswagen investiert 2,6 Milliarden Dollar in Startup für autonomes Fahren

Argo Lidar erkennt Objekte aus 400 Metern

Die Erprobung des Prototyps, eines der ersten fünf geplanten Testfahrzeuge, hat laut TechCrunch bereits begonnen. Die beiden Unternehmen wollen sie im Argo-Entwicklungszentrum in Neufahrn bei München sowie auf dem neun Hektar großen Kurs in der Nähe des Münchner Flughafens fortsetzen. In München will Volkswagen Nutzfahrzeuge eine Vielzahl von Verkehrssituationen testen, die für europäische Fahrbedingungen typisch sind. Ebenso sollen Tests auf der Strecke von Argo in den USA stattfinden.

VW stellte den ID Buzz erstmals 2017 als Konzeptfahrzeug vor. Der Prototyp verfügt über „Argo Lidar“, eine Art Scanner, der auf dem Dach des Buzz sitzt. Nach Angaben von Argo AI kann das Lidar-Radar Objekte aus einer Entfernung von mehr als 400 Metern erkennen. Der hochpräzise Sensor soll sogar einzelne Photonen, die kleinsten Lichtteilchen, erkennen können. Das soll es ihm ermöglichen, Objekte mit geringem Reflexionsvermögen wie schwarze Fahrzeuge zu erfassen.

Argo AI: Startup wird 1.000 selbstfahrende Taxis für Lyft fahren lassen

Volkswagen will autonomes Gemeinschaftssystem

Das gesamte System von Argo AI besteht aus Sensoren und Software, die dem Computer ein 360-Grad-Bild der Umgebung geben sollen. Das soll ihm dabei helfen, das Verhalten von Fußgängern, Radfahrern und Fahrzeugen vorherzusagen. Das System soll außerdem Motor, Bremsen und Lenkung so steuern, dass sich das Fahrzeug sicher und natürlich bewegt. „Ein Umfelderkennungssystem aus sechs Lidar-, elf Radar- und vierzehn Kameras, verteilt über das gesamte Fahrzeug, kann viel mehr erfassen als ein menschlicher Fahrer von seinem Sitz aus“, sagte Christian Senger, Leiter Autonomes Fahren bei Volkswagen Nutzfahrzeuge, am Sonntag.

Im Jahr 2025 wird MOIA den ID Buzz in Hamburg als Teil eines selbstfahrenden Fahrgemeinschaftssystems kommerziell einführen. Der Ride-Pool-Service soll die Leistungsfähigkeit autonomer Systeme nutzen, um innerstädtische Staus zu entlasten.

Argo AI unterhält im Bereich selbstfahrende Autos auch noch andere Partnerschaften. Im Juli kündigten Argo und Ford eine Kooperation an. In den nächsten fünf Jahren wollen sie in Städten wie Miami und Austin mindestens 1.000 selbstfahrende Fahrzeuge für das Ride-Hailing-Netzwerk von Lyft einsetzen (Trending Topics berichtete). Im selben Monat erhielt das Unternehmen in Kalifornien eine Genehmigung, um Tests auf öffentlichen Straßen zu beginnen. Argo AI erhielt kürzlich eine Bewertung von 7,5 Milliarden Dollar.

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