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Voice.com: Blockchain-basiertes Social Network steht kurz vor dem Start

Voice.com am Smartphone. © Voice.com
Voice.com am Smartphone. © Voice.com

Ob die Welt wirklich ein Social Network braucht, das auf der Blockchain von EOS läuft, das muss erst einmal bewiesen werden. Jedenfalls soll es ab dem 4. Juli möglich sein, sich bei Voice.com anzumelden und das Netzwerk, das stark auf Transparenz und Authentizität setzt, auszuprobieren. Ab dem 15. August soll dann der Turbo aufgedreht werden, wenn die bis dann verifizierten Nutzer auch ihre Freunde dazu einladen können.

Token für die Nutzer

Hinter Voice.com steckt das Blockchain-Unternehmen block.one rund um Brendan Blumer, das wiederum Facebook-Investor Peter Thiel und dem Mining-Riesen Bitmain zu seinen Investoren zählt. Ziel ist, eine Alternative zu Facebook zu schaffen, wo die Nutzer für ihre Inhalte mit (natürlich) Token belohnt werden. Diese Token kann man wiederum ausgeben, um sich mehr Reichweite für die eigenen Inhalte kaufen zu können. Seit diesem Jahr fungiert Salah Zalatimo, zuvor Chief Digital Officer bei Forbes, als neuer Chef von Voice.com.

„Da jeder das Recht hat, gehört zu werden, verdienen Benutzer jeden Tag die gleiche Menge an Voice-Token. Sie können zusätzliche Token verdienen, indem sie Inhalte erstellen, die von anderen Personen konsumiert und geschätzt werden“, heißt es seitens Voice.com. „Anfänglich könne man Token verwenden, um Platz unterhalb der veröffentlichten Inhalte zu kaufen und einen „Top-Kommentar“ hervorzuheben, später sollen noch weitere Werbeformen dazu kommen.

Ausweiskontrolle für die User

Technisch basiert Voice.com auf der Blockchain von EOS, die sich als Ethereum-Konkurrent positioniert hat und deren Token zu den größten Kryptowährungen der Welt zählt. Doch anders als Ethereum hat man bisher wenig bis gar nichts vom EOS-Ökosystem gesehen. Setzt sich Voice.com durch wäre das die erste größere Anwendung der EOS-Blockchain.

In die Kritik gekommen ist das Blockchain-basierte Social Network schon vor dem Start. Denn die Regeln besagen, dass sich die Nutzer mit Ausweis (Führerschein, Reisepass, etc.) verifizieren müssen – so wie man es etwa von Banking-Apps kennt. „Unsere Mission ist es, eine Plattform frei von Bots und gefälschten Konten zu schaffen, auf der Transparenz und Integrität herrschen. Der einzige Weg, dies zu erreichen, ist derzeit die traditionelle KYC-Verifizierung“, heißt es seitens Voice.com.

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