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Voi: Der schwedische E-Scooter-Betreiber holt 85 Millionen Dollar

Die E-Scooter von Voi erobern die Straßen europäischer Städte. © Voi
Die E-Scooter von Voi erobern die Straßen europäischer Städte. © Voi

Mit einem satten Investment von 85 Millionen Dollar setzt sich der schwedische E-Scooter-Anbieter Voi (ein Kürzel für „Voyage“) an die Spitze der europäischen Elektroroller-Startups. Insgesamt hat das Unternehmen aus Stockholm nun etwa 136 Millionen Dollar von Investoren bekommen, um seine E-Scooter-Sharing-Angebote weiter zu verbreiten. Zum Vergleich: Der deutsche Anbieter Tier Mobility hat bis dato insgesamt 90 Millionen Dollar Risikokapital erhalten, die Berliner Circ 55 Millionen.

Voi ist seit der Gründung im September 2018 in 39 Städte in zehn europäischen Ländern expandiert. In Linz ist Voi auch verfügbar, dort gibt es eine Partnerschaft mit der Wiener Städtischen Versicherung. Insgesamt zählt die Stockholmer Firma 4 Millionen registrierte Benutzer erreicht, die über 14 Millionen Fahrten gemacht haben.

Robustere Roller

Das oberste Ziel nach der Investmentrunde ist Profitabilität. E-Scooter-Anbietern wird immer wieder vorgeworfen, wegen des hohen Verschleisses von Rollern und zu geringer Auslastung nie in die Gewinnzone kommen zu können und es nur mit Investorengeldern über die Runden zu schaffen. „Wir entwickeln ein langfristiges Geschäft, das den Menschen eine neue Art der Fortbewegung in Städten bietet, die sauber, schnell, praktisch und unterhaltsam ist”, erklärt Fredrik Hjelm, CEO und Mitgründer von Voi.

Essenziell für ein solches nachhaltiges Geschäft ist die entsprechende Hardware. Mit dem neuen Modell „Voiager 2“ will die schwedische Firma eine neue Generation von E-Scootern einführen, die eine Lebenszeit von bis zu 18 Monaten haben soll. Es soll robuster sein als die bisher eingesetzten Roller und sogar über ein eigenes Display verfügen, auf dem Routen angezeigt werden.

Austauschbare Akkus

Außerdem wird Voi, das in den beiden Städten Stockholm und Oslo eigenen Angaben zufolge bereits profitabel unterwegs ist, nicht nur auf Elektroroller setzen. In Planung sind auch eigene E-Bikes und E-Lastenräder, um Nutzern mehr Optionen zur elektrischen Fortbewegung zu geben.

Ähnlich wie auch der Konkurrent Tier Mobility setzt Voi bei der neuen Scooter-Generation auf austauschbare Batterien (Trending Topics berichtete). Bisher werden viele Roller über Nacht mit Hilfe von Autos eingesammelt und zur Steckdose gebracht – das verursacht viel CO2 für Fortbewegungsmittel, die eigentlich als „grün“ verkauft werden. Austauschbare Batterien sollen künftig dafür sorgen, dass keine Lastwägen mehr für den Ladeprozess eingesetzt werden müssen.

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