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Vision1: Startup-Sonnenbrillen für Schwarzenegger

Arnold Schwarzenegger mit Vision1-Sonnenbrillen. © Instagram
Arnold Schwarzenegger mit Vision1-Sonnenbrillen. © Instagram

Die Promi-Festspiele rund ums Hahnenkamm-Rennen haben auch ein österreichisches Startup nach Kitzbühel gelockt. Im Rahmen der „Schwarzenegger Climate Initiative“ des ehemaligen kalifornischen Gouverneurs nutzte Vision1 von Raphael Reifeltshammer und Ingomar Lang die Gelegenheit, nicht nur ihre mit Botschaften bestückbaren Sonnenbrillen ins Rampenlicht zu rücken, sondern gleichzeitig auch für Arnold Schwarzeneggers „Climate Initiative“ zu spenden.

Am Donnerstag Abend überreichten Reifeltshammer und Günther Helm, CEO der Drogeriekette Müller, dem Weltstar einen Scheck über 100.000 Dollar vor rund 165 Gäste beim exklusiven Charity-Dinner im Kitzbühel Country Club. Der Betrag soll Arnold Schwarzeneggers Klimaschutz-Mission, die den jedes Jahr  im Mai stattfindenden „Austrian World Summit“ in Wien inkludiert, zugute kommen. „Das verschafft unfassbare Aufmerksamkeit“, so Lang zu Trending Topics.

Raphael Reifeltshammer (Vision1), Arnold Schwarzenegger und Günther Helm (Müller) in Kitzbühel. © Vision1
Raphael Reifeltshammer (Vision1), Arnold Schwarzenegger und Günther Helm (Müller) in Kitzbühel. © Vision1

Der lange Weg zum Weltstar

Zu Schwarzenegger hat die 2016 von Reifeltshammer in Salzburg gegründete Firma eine besondere Beziehung. Die Sonnenbrille, auf deren Gläsern sich Botschaften aufbringen lassen, hat Schwarzenegger schon einmal prominent getragen. Ein Instagram-Foto des Stars, auf der er eine Vision1 trägt, sammelte mehr als eine Million Likes:

„Es war viel Arbeit, an Schwarzenegger heranzukommen“, sagt Lang im Gespräch mit Trending Topics. Da die Sonnenbrillen bisher als Marketing-Gadgets an Firmen verkauft wurden, war es für Vision1 das erklärte Ziel, einen Prominenten dazu zu bringen, sie zu tragen. An Schwarzenegger kam man dann über mehrere Ecken heran, bis er schließlich (letztendlich doch ziemlich überraschend) das Foto auf Instagram postete, auf dem sein legendärer Terminator-Sager „I’ll be back“ die Brillengläser zierte. „Dann hat das Telefon geglüht“, sagt Lang. „Das hat vieles leichter gemacht.“

Brille kommt in den Einzelhandel

Bisher hat Vision1 seine Brillen im B2B-Geschäft an Unternehmen wie Audi oder Coca-Cola verkauft. Ab nächster Woche soll es die Sonnengläser mit dem Schriftzug „I’ll be back“ auch in den Filialen von Müller in Deutschland und Österreich zu kaufen geben, der Preis wird bei etwa 40 Euro liegen. „Das ist unser erster Schritt in Richtung B2C“, so Lang.

Das Besondere an den Vision1-Brillen ist, dass die Botschaften auf den Gläsern nur das gegenüber sieht, nicht aber der Träger – von innen sehen sie wie ganz normale Brillen aus. Möglich macht das ein patentiertes Verfahren, das ursprünglich ein Salzburger Optiker entwickelte – Reifeltshammer kaufte ihm das Patent schließlich ab. Seit dem Start wurden rund 50.000 Stück abgesetzt. Personalisierbar sind die Brillen nicht, mindestens 250 Stück einer Version müssen produziert werden, um die Kosten im Rahmen zu halten.

Zwar ist Vision1 schon sehr deutlich im Werbemarkt anzusiedeln, doch die Spende an Schwarzeneggers Klimaschutz-Mission ist nicht nur eine Marketing-Aktion. „Für uns ist Nachhaltigkeit ein zentrales Element“, sagt Lang. So würde man mit einem österreichischen Recycling-Spezialisten arbeiten, um Altplastik für die Rahmen der Brillen wieder zu verwerten. Gefertigt werden die Vision1-Produkte bei Mailand, „China ist keine Option für uns“, heißt es.

Auch künftig will Vision1 einen Weg der Nachhaltigkeit gehen. „Das ist keine Polterabend-Brille, sondern soll wertvolle Statements transportieren“, sagt Lang. Die Brille würde die wertvollste Werbefläche der Welt – das Gesicht – nutzen, und da sei es essenziell, auch Botschaften aufzubringen, mit denen sich die Menschen identifizieren können und sie verbreiten wollen. Für die nächste Edition im Einzelhandel gibt es schon eine Slogan-Idee: „Climate Action Hero“.

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