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Visa und Mastercard drehen Pornhub den Geldhahn zu

Pornovideo am Smartphone-Display. © Photo by Charles Deluvio on Unsplash
Pornovideo am Smartphone-Display. © Photo by Charles Deluvio on Unsplash

Nachdem Videos mit Kindesmissbrauch und nicht-einvernehmlicher sexueller Gewalt auf dem Video-Portal Pornhub aufgetaucht und von der New York Times in einem Bericht aufgezeigt wurden, haben die beiden Kreditkartenfirmen Mastercard und Visa ihre Geschäftsbeziehungen zu dem Unternehmen eingestellt.

Für die Firma Mindgeek, die Pornhub und viele andere Pornoseiten betreibt, ist as ein herber Rückschlag. Denn das Unternehmen versucht, neben Werbung auch mit Nutzergebühren für den Zugriff auf Premium-Inhalte Geld zu verdienen. Das dürfte jetzt sehr schwer werden, denn im Netz sind Kreditkartenzahlungen sehr gebräuchlich. Bis auf weiteres kann Pornhub nur mehr Lastschrift anbieten.

Mindgeek hat sich zu den schweren Vorwürfen bereits geäußert und angekündigt, dass die Upload-Möglichkeit für Nutzer eingeschränkt wird. Diese soll Amateurdarstellern die Möglichkeit geben, ihre Filmchen zu veröffentlichen. Künftig werden nur mehr „ordentlich identifizierte Nutzer“ die Möglichkeit haben, Videos auf dem Portal zu veröffentlichen.

Während die Entscheidung, die Geschäftsbeziehungen Mindgeek zu beenden, bei Mastercard bereits eine endgültige ist, laufen bei Visa die Untersuchungen noch. Finanzinstitute, die mit MindGeek zusammenarbeiten, wurden seitens Visa aber bereits angewiesen habe, die Verarbeitung von Zahlungen über das Visa-Netzwerk auszusetzen.

Die Angelegenheit könnte bald auch weitere Folgen haben. Denn Mastercard hat auch angekündigt, dass auch weitere Webseiten, mit denen Mastercard derzeit zusammenarbeitet, auf potenziell illegales Material überprüft werden sollen. Auch diesen droht eine Aussetzung oder Beendigung des Geschäftsverhältnisses mit Mastercard.

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