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172 km/h

Virgin Hyperloop absolviert erste Testfahrt mit zwei Passagieren

Josh Giegel und Sara Luchian in der Hyperloop-Kapsel. © Virgin Hyperloop
Josh Giegel und Sara Luchian in der Hyperloop-Kapsel. © Virgin Hyperloop

Die erste Fahrt mit Menschen in einer Hyperloop-Kapsel ist geglückt: Gestern absolvierte Virgin Hyperloop, das Unternehmen des Milliardärs Richard Branson, die weltweit erste Passagiertestfahrt. Von der angedachten Höchstgeschwindigkeit war man allerdings deutlich entfernt – die erste Fahrt ist vielmehr als Test und vor allem als Aussicht auf künftige Entwicklungen zu verstehen.

Hyperloop: Erste Fahrt dauerte 15 Sekunden

Josh Giegel, CTO und Mitbegründer, und Sara Luchian, Direktorin der Abteilung „Passenger Experience“, fuhren „mit dem ersten neuen Transportmittel seit über einem Jahrhundert“, wie Virgin Hyperloop in einer Presseaussendung berichtet. 172 km/h erreichte die Transportkapsel XP-2, irgendwann sollen bis zu 1.000 km/h erreicht werden. Die Fahrt dauerte rund 15 Sekunden, etwa 500 Meter weiter stiegen die ersten beiden Passagiere wohlbehalten aus der 2-Personen-Kapsel. Innerhalb von rund sechs Sekunden beschleunigte die Kapsel dabei auf die 170 km/h – was sich anfühlen soll „wie die Beschleunigung in einem Sportwagen“, erklärte Giegel.

Eigens entwickelte 2-Personen-Kapsel

Die XP-2 wurde extra gebaut, um zu demonstrieren, dass Passagiere tatsächlich sicher in einem Hyperloop-Fahrzeug reisen können. Dafür sei ein „strenger und umfassender Sicherheitsprozess“ im Vorfeld notwendig gewesen. Die Kapsel solle „viele der sicherheitskritischen Systeme, die in einem kommerziellen Hyperschleifensystem zu finden sein werden“, demonstrieren. Derzeit befinde sich auch eine größere Kapsel für bis zu 28 Personen in Bau – wann diese getestet wird, ist aber noch unklar.

„Riesiger Schritt“

Richard Branson jedenfalls ist zufrieden mit dem ersten bemannten Test: „In den letzten Jahren hat das Team von Virgin Hyperloop daran gearbeitet, unsere bahnbrechende Technologie in die Realität umzusetzen. Mit dem heutigen erfolgreichen Test haben wir gezeigt, dass dieser Innovationsgeist die Art und Weise, wie Menschen überall auf der Welt leben, arbeiten und reisen, in den kommenden Jahren tatsächlich verändern wird“. Giegel zeigte sich ebenfalls euphorisch: „Heute haben wir einen riesigen Schritt in Richtung dieses ultimativen Traums gemacht, nicht nur für mich, sondern für uns alle, die hier auf der Erde auf einen Moonshot hoffen“.

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