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ViennaUP’21: Das sind die wichtigsten Themen des Smart City Summit

© Tumisu / Pixabay / Bildmontage Trending Topics
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Neben dem wiederholten ersten Platz beim Ranking der lebenswertesten Stadt ist Wien u.a. bei Roland Berger auch zur smartesten Stadt gekürt worden – und will auch eine Digitalisierungshauptstadt Europas werden. Ein Ziel, das sich innerhalb der kontinentalen Grenzen auch andere Städte gesetzt haben. Gleiches gilt für die internationale Betrachtung: Wo viele Menschen auf engstem Raum wohnen, werden Klimaschutz und Klimawandelanpassung eine umfassende Transformation, begleitet von Innovationen– vom smarten Mülleimer, von Plusenergiequartieren, digitalen Zwillingen bis zu autonomen Bussen – bedingen.

Die Mitte von ViennaUP’21

Beim „Smart City Summit“ im Rahmen der größten mitteleuropäischen Startup-Veranstaltung, der ViennaUP’21, dreht sich alles um die Frage, was wir heute tun müssen, damit die Stadt der Zukunft auch für unsere Enkelkinder lebenswert bleibt. Die Wirtschaftsagentur Wien, die Stadt Wien, die Stadtwerke Wien, die Wien Holding und Aspern Smart City Research laden zum Dialog. „Der Smart City Summit markiert genau die Mitte von ViennaUP’21. Das ist sehr passend, denn die Herausforderung, sich über kluge, soziale und nachhaltige Lösungen für Städte auszutauschen ist zentral – also „mitten drin“ – für die gute, lebenswerte Entwicklung von Städten“, erklärt Gerhard Hirczi, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien.

Smart City: Zwei Tage „Stadt der Zukunft“

Am 04. Mai findet der Smart City Summit statt, aufgrund der Corona-Pandemie dieses Jahr ausschließlich virtuell. Er besteht aus drei Schwerpunkten: Am 4.5. geht der Live-Stream der Konferenz über die Bühne, am 5.5. die Co-Creation-Workshops. Der dritte Schwerpunkt ist das individuelle Matchmaking, um kollaborativ an der enkelfitten Stadt der Zukunft zu arbeiten. Stadtrat Peter Hanke dazu: „Wir wollen, dass Wien bis 2040 klimaneutral ist. Dieses ehrgeizige Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle städtischen Abteilungen und Versorgungsunternehmen, Forscher, Unternehmer und alle Wienerinnen und Wiener dazu beitragen. Wir wollen uns von den besten Ideen aus aller Welt inspirieren lassen, um den besten Weg zu finden, damit Wien eine der besten Städte der Welt bleibt.“

Resilienz von Smart Cities

Wie macht man die Stadt der Zukunft fit für die kommenden Herausforderungen? Helfen Strategien und Governance-Strukturen einer Smart City im Umgang mit einer Pandemie? Die Resilienz, gewissermaßen also die Widerstandsfähigkeit eines urbanen Raumes, ist eines der Fokusthemen des Summits. Diskutiert werden unter anderem notwendige Tools zur effektiven Krisenbewältigung, Partnerschaften zwischen der öffentlichen Hand und Innovatoren beziehungsweise Unternehmen und die Learnings aus den letzten Monaten. Dazu nimmt auch Marco Espinheira aus der portugiesischen Stadt Cascais teil, ebenso wie Vertreter der Smart City Agency Wien und Tanya Tongwaranan vom Plug & Play Tech Center APAC, die die asiatische Perspektive übernimmt.

„Metropolen sind mit vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen konfrontiert. Um gemeinsam die Stadt der Zukunft zu gestalten ist es wichtig, sich über neue Ideen und Innovationen auszutauschen, um dieses Wissen für Wien verfügbar zu machen. Denn als Wien Holding sorgen wir dafür, dass Wien auch für nachfolgende Generationen die lebenswerteste Stadt der Welt bleibt“, erklärt Sigrid Oblak, Geschäftsführerin der Wien Holding.

Circular Cities

Kreislaufwirtschaft heißt: wiederverwenden, recyclen und reparieren und dies bereits im Planungs- und Designprozess mitzudenken. Der Impact Hub Zürich zeigt mit der beim Summit dargestellten Initiative „Circular Economy Transition“ vor, welche Initiativen bei den Themen Food, Construction und Textile unterstützen. In Wien ist im Bausektor der „Do Tank Circular City Wien 2030“ ein Vorreiter, in Zukunft sollen Gebäude Materialspeicher sein und bei jedem Gebäude genauestens bekannt sein, was verbaut ist und wie lange es hält. Dass Kreislaufwirtschaft aber auch Geschäftsmodelle hervorbringen kann, zeigt das erfolgreiche Wiener Unternehmen refurbed.

Smart Districts

Tackling urban problems on a local level“ heißt das Motto dieses Trends. Gemeint ist im Endeffekt, Probleme „grätzlgebunden“ zu betrachten und zu lösen. Vorgestellt werden beispielsweise Plusenergiequartiere, bei denen die Abwärme von benachbarten Produktionsstätten für den Wärmebedarf im Wohngebäude genutzt wird. Zu sehen gibt es außerdem Pläne, wie das „Supergrätzl“, basierend auf dem Superblock-Prinzip aus Barcelona, in Wien aussehen könnte. Zudem soll in einem Projekt von Aspern Smart City Research gezeigt werden, wie sich Energiespitzen via Smart Charging auf Wohnblockebene abfedern lassen und wie die Endnutzerinnen und Endnutzer in den Charging-Prozess mit einbezogen werden können.

Nachhaltige Gebäude

Der Gebäudesektor ist immer noch einer der größten Energieverbraucher in der Stadt und grundlegende Änderungen sind für eine Dekarbonisierung notwendig. Besprochen werden neben Möglichkeiten, nachhaltig zu bauen, auch die Nachhaltigkeit im Wiener Schulbauprogramm und das Vorzeigeprojekt BioTope City – wo durch Mikroklimasimulation und entsprechende Begrünung die Temperaturen im Sommer im Schnitt rund zwei Grad kühler sind als im Rest der Stadt.

Digitalisierung für Städte

Die Digitalisierung macht auch vor dem öffentlichen Sektor keinen Halt – künftig soll es auch einen „digitalen Zwilling der Stadt Wien“ geben. Auch die ÖBB arbeitet in einem Leuchtturmprojekt am Aufbau eines digitalen Zwillings, um die Schieneninfrastruktur digital abzubilden und Aspekte wie Netzauslastung und Instandhaltung effizienter zu steuern. Der digitale Zwilling ist auch eine Bedingung, um Technologien wie 3D-Druck im Energiesektor einzusetzen. Vor Ort sind auch Unternehmen aus diesem Bereich, beispielsweise SPAROX3D. „Wir bieten mit 3D-Printing eine wichtige Ergänzung zu herkömmlichen Beschaffungswegen und zu anderen Fertigungstechnologien, da wir schwer bzw. nicht verfügbare Ersatzteile kostengünstig nachbauen, Produktlebenszyklen verlängern und maßgeschneiderte Optimierungen anbieten können“, so Sonja Zahradník-Leonhartsberger, Leiterin von SPAROX.

Wie soll Wien Digitalisierungshauptstadt Europas werden, Klemens Himpele?

Hydrogen

Die Wiener Stadtwerke haben kürzlich 4,25 Milliarden in den Klimaschutz investiert, darunter auch große Investitionen in die Zukunftstechnologie Wasserstoff. „Wenn es um Wasserstoff geht, gibt es bei uns alles aus einer Hand – wir produzieren, betanken und nutzen Wasserstoff. Das ist einzigartig“, so Gudrun Senk, Geschäftsführerin der eigens neu gegründeten Wiener Wasserstoff GmbH, die die Wasserstoffstrategie beim Summit vorstellen wird. In welchen Bereichen Wasserstoff und grüne Gase eingesetzt werden können, wird die Energieagentur berichten, während der Verbund den Fokus auf den Einsatz in der Industrie, im Speziellen in Zusammenarbeit mit der Voest in Linz, setzen wird.

 


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