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Pornhub akzeptiert künftig Zahlungen mit dem Krypto-Coin Verge

© Verge / Montage Trending Topics
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Wer sich unbedingt Zugang zu Pornhub Premium leisten will, kann dort künftig auch mit einer Kryptowährung statt mit Kreditkarte zahlen. Heute hat eine der größten Porno-Seiten der Welt verkündet, auch Verge (XVG) anzunehmen. Pro Monat verlangt Pornhub für seinen kostenpflichtigen Video-Dienst, bei dem es unter anderem Videos in HD gibt, ab 8 Euro pro Monat. was Interessierte wissen sollten: Wer einmal mit Verge gezahlt hat, bekommt im Falle des Falles keine Refundierungen.

Warum sich Pornhub – dahinter steht die Firma Mindgeek (ehemals Manwin) mit Hauptsitz in Luxemburg und der operativen Leitung in Kanada – gerade für Verge entschieden hat, beschreibt Pornhubs Vice President Corey Price folgendermaßen: „Bei Pornhub glauben wir stark an Innovation und Privatsphäre. Indem wir Verge akzeptieren, zeigen wir, dass wir wir uns für Innovation und Privatsphäre engagieren.“ Die jüngsten Entwicklungen – gemeint ist wohl der Datenskandal rund um Facebook – würden zeigen, dass so etwas notwendig sei.

Große Zukunft, viel PR

Price meint, dass man mit dem Schritt helfe, Kryptowährungen in den Mainstream zu bringen. Die Porno-Industrie hätte immer eine wichtige Rolle gespielt, wenn es darum ging, neue Technologien zu etablieren – etwa VHS, Kreditkartenzahlungen im Internet oder VR-Brillen. „Pornhub ist eine globale Organisation mit fast 100 Millionen täglich aktiven Nutzern“, sagt Verge-Gründer Justin Sunerok. Die Partnerschaft sei sehr wichtig für Verge als auch generell für Kryptowährungen, um als Alternative zu Fiatgeld wahrgenommen zu werden.

Wie viele der Pornhub-Nutzer künftig Verge verwenden werden, um für Premium-Dienste zu zahlen, bleibt abzuwarten. Die PR-Meldung, die um die Welt gegangen ist, hat sich mittlerweile ein wenig auf den Kurs von XVG bei Exchanges ausgewirkt. Laut CoinMarketCap verzeichnet der Coin in den vergangenen 24 Stunden ein Plus von rund 4 Prozent – möglich, dass der Kurs weiter steigt. Die Frage ist auch, ob Nutzer aufgrund der großen Kursschwankungen von Kryptowährungen überhaupt mit Verge-Coins zahlen wollen oder sie lieber zu Traden verwenden.

Verge wurde 2014 von einem Team rund um Chef-Entwickler Justin Sunerok gestartet und baut auf der Bitcoin-Blockchain auf. Das Ziel ist, eine anonymes, schnelles und einfaches Zahlungsmittel für den täglichen Gebrauch zu schaffen. Das so genannte Wraith Protocol soll daqfür sorgen, dass Transaktionen auf der öffentlichen Blockchain nicht abgebildet werden, um Zahlungen wie z.B. an Pornhub durch Außenstehende nicht nachzuvollziehen ist. Verge setzt außerdem auch auf Tor, eine Software zur anonymen Nutzung des Internet. Außerdem lassen sich XVG-Coins relativ einfach via Twitter, Discord und Telegram versenden.

Ob sich Kryptowährungen als Bezahl-Mittel für Internet-Dienste durchsetzen, bleibt abzuwarten. Andere große Player wie die Gaming-Plattform Steam oder der Bezahl-Dienst Stripe haben wegen der hohen Volatilität darauf verzichtet, Bitcoin anzunehmen.

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