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VERBUND Innovation Day: Mit Startups zum Innovationsführer werden

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„Erfolgreiche Innovationen passieren meist zufällig, aber Unternehmen können gute Rahmenbedingungen dafür schaffen“, sagte Michael Hanisch von Amazon bei seiner Keynote, die den VERBUND Innovation Day eröffnete. Worte, die sich auch der Energieriese aus Österreich zu Herzen genommen hat. Mit dem VERBUND X Accelerator hat er ein Umfeld geschaffen, in dem das Energieunternehmen und große Partnerkonzerne gemeinsam mit Startups an Zukunftsprojekten arbeiten. Die ersten Früchte wurden im Rahmen des ganztägigen Events präsentiert.

Sechs konkrete Innovationsprojekte mit Startups

Insgesamt sechs ganz konkrete Use Cases haben sich aus dem Programm heuer ergeben. VERBUND selbst arbeitet zum Beispiel mit dem britischen Startup Origami Energy an einem intelligenten Forecasting-System für den Stromhandel, das bereits jetzt testweise mit Echtzeit-Daten aus der Datencloud des Großunternehmens arbeitet. Franz Eisner, Scheduling-Manager bei Verbund erklärte, dass die Herausforderung auch darin bestünde, solche neuen Systeme in die bestehende IT eines großen Unternehmens einzubinden.

Mit dem österreichischen Startup Swimsol arbeitet VERBUND in einem ganz anderen Bereich zusammen: Große Flächen für Photovoltaik-Anlagen sind auch in Österreich rar, also hat das Startup ein schwimmendes System entwickelt. Derzeit werden die Anlagen noch in kleineren Fischteichen getestet, für den Wasserkraft-Riesen VERBUND könnten sie aber auch für Kraftwerksbecken interessant sein.

Wasserstoff als wichtiges Zukunftsfeld

Ein ganz wichtiges Innovationsthema im Energiebereich sei Wasserstoff, betonte der designierte VERBUND-Chef Michael Strugl. Grüner Wasserstoff sei eine der vielversprechendsten Möglichkeiten, die Industrie zu dekarbonisieren und nicht zuletzt deshalb ein Fokusgebiet für VERBUND, so Strugl. „Das Thema wird über Dekaden gehen, aber wir wollen dabei ein Frontrunner sein“. Auch in diesem Feld arbeitet das Unternehmen mit einem Startup zusammen und zwar mit dem niederländischen Elestor, das helfen will, Wasserstoff effizienter zu speichern.

Auch Partner profitieren vom Accelerator

Im VERBUND X Accelerator arbeiten auch andere Beteiligungen der Österreichischen Beteiligungs AG (ÖBAG) an für sie wichtigen Zukunftsfeldern. „Der Accelerator ist eine sehr gute Gelegenheit, auch mit externen Partnern zusammenzuarbeiten“, lobte ÖBAG-Chef Thomas Schmid das Programm. Die Bundesimmobilien Gesellschaft BIG arbeitet im aktuellen Durchlauf mit dem Startup Build Informed an digitalen Zwillingen von Gebäuden. Die OMV entwickelt gemeinsam mit Nanosun ein Wasserstoff-Projekt für den Transport-Sektor und die Post arbeitet gemeinsam mit Heptasense an einer intelligenten Auswertung von Live-Kamerabildern.

Krise darf Innovation nicht verlangsamen

„Für uns alle ist dieses Jahr eine große Herausforderung“, sagte Michael Strugl in Hinblick auf die Corona-Pandemie. „Innovationsarbeit darf in dieser Krise aber nicht verlangsamt werden“. Und so ist es nicht nur gelungen, den gesamten VERBUND X Accelerator digital umzusetzen, auch eine Partnerschaft mit Google Österreich hat das Energieunternehmen auf den Weg gebracht.

Für die Unternehmen der ÖBAG sei die Zusammenarbeit mit Startups wie im VERBUND X Accelerator essentiell, erklärte Thomas Schmid: „Industriekonzerne sind nicht so flexibel, deshalb sind Startups so interessant für uns“. Ein Befund, den Startup-Investorin Marie-Helene Ametsreiter von Speedinvest nur unterstreichen konnte. „Startups sind echte Innovationskanonen“, sagte sie im Rahmen des VERBUND Innovation Days.

Als Beispiel brachte sie den E-Auto-Hersteller Tesla, der als Startup lange belächelt wurde, heute aber fünfmal so viel wert ist wie der deutsche Autobauer VW. Viele Unternehmen, die vor wenigen Jahrzehnten noch Marktführer in ihrem Gebiet waren, gibt es heute nicht mehr – weil sie verabsäumt haben, rechtzeitig in Innovation zu investieren, erklärte die erfahrene Managerin und Unternehmerin.

Aus starker Position handeln

VERBUND habe erkannt, dass jetzt die Zeit ist zu handeln, um in Zukunft weiterhin zu den Innovationstreibern zu gehören, so Strugl: „Heutige Innovationsführer haben reagiert, als es ihnen gut ging“. Und das wolle sich VERBUND durch Kooperationen mit Unternehmen und Startups zum Vorbild nehmen.

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