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Coronakrise

Vamida: Versandapotheken sollen auch rezeptpflichtige Medikamente schicken dürfen

Versandapotheken wollen temporär auch rezeptpflichtige Medikamente verschicken dürfen. © Steve Buissinne / Pixabay
Versandapotheken wollen temporär auch rezeptpflichtige Medikamente verschicken dürfen. © Steve Buissinne / Pixabay

Die Coronakrise stellt auch Apotheken vor Herausforderungen. Risikogruppen sollen nach Möglichkeit online bestellen. Das bedeutet für die Versandapotheken aber auch, eine stark erhöhte Nachfrage abdecken zu müssen. Gefordert wird nun auch, dass der Online-Handel für rezeptpflichtige Medikamente temporär geöffnet wird.

Insbesondere Risikogruppen könnten ihren Bedarf online abdecken und Ansteckungsgefahr reduzieren, heißt es in einer Aussendung der Versandapotheke Vamida. Seit Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen würden Online-Versandapotheken wie Vamida einen wichtigen Versorgungsauftrag erfüllen, „um den Bedarf an Medikamenten gefahrlos – nämlich von zu Hause aus – abzudecken“.

Nachfrage stieg rasant

Die Nachfrage nach Arznei- und Gesundheitsprodukten wie Nasensprays, Schmerzmitteln und Erzeugnissen zur Stärkung der Abwehrkräfte (Multivitaminpräparate etc.) sei seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie stark gestiegen. In Zahlen: Laut Vamida gab es seit Anfang März nicht nur zu einer Vervielfachung der Bestellungen, sondern auch zu über einem Viertel mehr Neukunden im Vergleich zum Vormonat.

Vamida erhöhe die Logistikkapazitäten dazu täglich und beschäftige zusätzliches Personal, „um dem Ansturm und Sicherheitsbedürfnis der Konsumenten gerecht zu werden.“ Marco Vitula, Geschäftsführer von Vamida betont, dass die Versorgung mit Arzneimitteln in Österreich hinreichend gesichert sei.

Forderung nach Gleichstellung

Allerdings fordert die Versandapotheke eine Gleichstellung mit Deutschland: Dort dürfen rezeptpflichtige Medikamente bereits seit 2004 verschickt werden. In Österreich sei die Zustellung von rezeptpflichtigen Medikamenten nur in einem sehr beschränkten Rahmen rechtlich zulässig. Darum die Forderung nach einer Anpassung des Gesetzes: „Um insbesondere vulnerable Personen bestmöglich zu schützen, sollte nun auch eine – zumindest temporäre – Öffnung des Versandapotheken-Sortiments für rezeptpflichtige Medikamente diskutiert
werden“, schreibt Vamida.

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Die dafür notwendigen Prozesse könnten von qualifizierten Versandapotheken analog zu den stationären Apotheken abgebildet werden. Seitens des Gesundheitsministerium gibt es noch keine Reaktion.

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