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Updatemi: Medien-Start-up holt 500.000 Euro Investment und will Short-News automatisieren

Die Updatemi-App informiert zum Beispiel am Morgen. © Updatemi
Die Updatemi-App informiert zum Beispiel am Morgen. © Updatemi

Die pinken Hosenträger von Andreas Schietz und Michael Hirschbrich sind in der österreichischen Start-up- und Medienbranche mittlerweile durchaus bekannt. Ihr Medien-Start-up Updatemi mit Sitzen in Österreich und im Silicon Valley machte durch eine Partnerschaft mit NZZ.at sowie einer App, die Nachrichten für den User in kurze Bullet Points zusammenfasst, bereits auf sich aufmerksam und sorgt nun selbst für Schlagzeilen: In einer Pre-Series-A-Runde hat Updatemi Investmentgelder in der Höhe von 500.000 Euro abgestaubt, wie HORIZONT exklusiv vorab in Erfahrung gebracht hat.

Das Geld stammt neben Business Angels vom Family Office Manz-Erbe, der Allinvest Unternehmensbeteiligung und Ango Invest und stellt wohl nur ein Vorgeplänkel auf eine richtig große Investmentrunde (Series A) dar, in der Updatemi noch einmal zusätzlich zwei Millionen Euro holen will. Das Geld soll in die Forschung an künstlicher Intelligenz und Computerlinguistik gesteckt werden, damit der selbst entwickelte Algorithmus immer besser Texte verstehen und in sechs Bullet Points zusammenfassen kann. Derzeit ist bei Updatemi noch viel an Handarbeit zu machen – eigene Redakteure fassen Nachrichten zusammen.

Einstieg ins B2B-Geschäft

Die Technologie soll aber nicht nur für Medienberichte eingesetzt werden, sondern auch in der internen Unternehmens- und in der Kundenkommunikation. „Vor allem große Organisationen leiden unter einer nicht mehr zu bewältigenden Informationsflut. Mit unserem neuen Medien-Format lassen sich in gut einem Drittel der Zeit zehnmal mehr Informationen kognitiv verarbeiten und das ist natürlich für Unternehmen besonders interessant“, so Updatemi-CEO Hirschbrich.

Mutige Mode: Andreas Schietz und Michael Hirschbrich, die beiden Gründer von Updatemi. © Updatemi
Mutige Mode: A. Schietz und M. Hirschbrich. © Updatemi

Seinem Mitgründer Schietz zufolge soll die Technologie nach NZZ.at bei zwei österreichischen Konzernen implementiert werden. Die Mitarbeiter bekommen künftig keine PDFs oder Newsletter zugeschickt, sondern lesen interne Unternehmensinformationen zwischen ihren gewohnten journalistischen Nachrichten in der co-gebrandeten Updatemi-App.

Laut Venionaire-Geschäftsführer Berthold Baurek-Karlic, dessen Wiener Beratungsunternehmen Venionaire Capital Updatemi bei der Expansion in den USA, beim Business Development und bei der Investorensuche unterstützt, hält das Medien-Start-up derzeit bei einem „guten sechsstelligen Umsatz“ (Anm.: Venionaire ist nicht in Updatemi investiert, sondern tritt als Dienstleister für das Start-up auf).

Viele Investments 2015

Das einige Gelder in die Start-up-Szene fließen, sieht man heuer auch an folgenden Investments:

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