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Coronakrise

Nun sind auch 100-Prozent-Garantien für kleine Unternehmen möglich

Bundesministerin Margarete Schramböck. © Dragan Tatic/BKA
Bundesministerin Margarete Schramböck. © Dragan Tatic/BKA

Betriebsmittelkredite sollen für österreichische Klein- und Kleinstunternehmen ab nächster Woche auch mit 100 Prozent staatlichen Garantien möglich sein: Das hat soeben Wirtschafts- und Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) bei einer Pressekonferenz verkündet. Zuvor waren aufgrund der UiS-Kriterien der EU nur Garantien von bis zu 80 Prozent möglich. Nun hätte man in Brüssel durchgerungen, dass auch 100-Prozent-Garantien vergeben werden können, so Schramböck.

Die UiS-Kriterien (kurz für „Unternehmen in Schwierigkeiten“) sehen eigentlich vor, dass Firmen, die mehr als 50 Prozent ihres Eigenkapitals aufgebraucht haben, als UiS gelten und dann keine 100%-Garantien bekommen dürfen. In Österreich fallen aber aufgrund der durch KMU geprägten Struktur jedes fünfte Unternehmen in diese Kategorie. Sie konnten nur 80%-Garantien bekommen, für die restlichen 20 Prozent konnten viele aber keine entsprechende Besicherung leisten.

Die neuen 100-Prozent-Garantien sind für Kredite von bis zu 200.000 Euro möglich, antragsberechtigt sind Firmen mit maximal 50 Mitarbeiter und maximal 10 Millionen Euro Jahresumsatz. Laut Schramböck soll die aws, die bereits mit zahlreichen Corona-Hilfsmaßnahmen betreaut ist, die Vergabe der Garantien abwickeln, auch die Banken, bei denen sich die Firmen die Kredite holen, sollen nun über die Neuerung informiert werden. Die Lockerung der Regeln für Österreich wurde erst kürzlich in Brüssel bewilligt.

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