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Uber verkauft Flugtaxi-Tochterunternehmen an Joby Aviation

Uber verkauft Elevate an Joby Aviation. © Uber
Uber verkauft Elevate an Joby Aviation. © Uber

Uber wird so schnell nicht fliegen lernen: Der US-Fahrtenvermittler hat das eigene Lufttaxi-Unternehmen „Elevate“ an Joby Aviation verkauft. Allerdings wird sich Uber auch an Joby beteiligen, kolportiert sind dafür vorerst 75 Millionen US-Dollar.

Der Deal ist ein wenig komplexer. 75 Millionen US-Dollar fließen von Uber an Joby, Ziel sei eine „erweiterte Partnerschaft“. Schon zuvor – im Jänner dieses Jahres – hatte Uber rund 50 Millionen US-Dollar für eine Series-C-Finanzierungsrunde für Joby springen lassen. Die Unternehmen sind eng verbandelt, noch vergangenes Jahr unterzeichneten der Fahrtdienstvermittler und Joby einen Vertrag als Fahrzeugpartner für die Elevate-Initiative von (damals noch) Uber. Nun gehört Elevate zu Joby.

Flugtaxis per Uber-App weiter möglich

Im Rahmen der Vereinbarung, die Anfang 2021 abgeschlossen werden soll, haben die beiden Muttergesellschaften zudem vereinbart, ihre jeweiligen Dienstleistungen in die Anwendungen des jeweils anderen Unternehmens zu integrieren. Gut möglich also, dass sich über die Uber-App letztlich doch auch Flugtaxis bestellen lassen. CEO Dara Khosrowshahi bestätigt das indirekt: „Fortschrittliche Luftmobilität hat das Potential, exponentiell positiv für die Umwelt und zukünftige Generationen zu sein. Diese Vereinbarung ermöglicht es uns, unsere Partnerschaft mit Joby, dem klaren Marktführer in diesem Bereich, zu vertiefen, um den Weg zur Marktreife dieser Technologien zu beschleunigen.“

„Kommerzielle Einführung beschleunigen“

Auch bei Joby Aviation zeigt man sich zufrieden, bekommt man doch zusätzliche Expertise ins Haus geliefert. JoeBen Bevirt, CEO von Joby Aviation: „Das Team von Elevate hat nicht nur eine wichtige Rolle in unserer Branche gespielt, sondern auch eine bemerkenswerte Reihe von Software-Tools entwickelt, die auf mehr als einem Jahrzehnt Erfahrung aufbauen und On-Demand-Mobilität ermöglichen. Diese Tools und neue Teammitglieder werden für uns von unschätzbarem Wert sein, wenn wir unsere Pläne für die kommerzielle Einführung beschleunigen.“

Uber gegen die Pandemie

Der US-Riese kämpft mit der Corona-Pandemie und stößt darum seine Töchterunternehmen ab. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass das börsennotierte Unternehmen seine Tochter ATG (Advanced Technologies Group) abstößt, die künftig Teil des auf selbstfahrende Autos spezialisierten Startups Aurora Innovation wird (Trending Topics berichtete).  Das abgelaufene Quartal war für Uber verheerend, der US-Riese fuhr einen Ebitda-Verlust von rund 625 Millionen US-Dollar ein.

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