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Uber nach Milliardenverlusten: „Ära des Wachstums um jeden Preis ist vorbei“

Die Uber-App. © Photo by Charles on Unsplash
Die Uber-App. © Photo by Charles on Unsplash

„Wir erkennen an, dass die Ära des Wachstums um jeden Preis vorbei ist. In einer Welt, in der Investoren zunehmend nicht nur Wachstum, sondern auch profitables Wachstum fordern, sind wir gut positioniert.“ Uber-CEO Dara Khosrowshahi muss gute Miene machen. Denn die neuesten Zahlen der seit 2019 börsennotierten Firma sind ordentlich durchwachsen. Zwar sind die Zahl der Fahrten und der Umsatz geklettert, aber Uber schreibt weiter Milliardenverluste. Wie lange kann das so weiter gehen?

im vierten Quartal 2019 ist der Umsatz um 37 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar geklettert. Klingt gut, doch gleichzeitig ist auch der Verlust wieder nach oben geschossen und lag im Q4 2019 bei 1,1 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal 2018, also vor dem Börsengang, machte Uber einen Verlust von 887 Millionen Dollar. Insgesamt hat Uber 2019 satte 8,5 Milliarden Dollar Minus geschrieben. 2018 waren es „nur“ rund eine Milliarde Dollar.

Fast 7 Milliarden Trips

Doch neben dem Umsatz zeigt noch eine andere Zahl nach oben. Die Zahl der Trips, also die Fahrten, die mit der Uber-App abgewickelt wurden, erreichte im Jahr 2019 fast 7 Milliarden (2018: 5,2 Mrd.) – das sind fast 19 Millionen pro Tag. Bei jeder Fahrt bekommt Uber etwa 20 bis 25 Prozent des Fahrpreises. Auch das hat Börsianer beruhigt – nach der Präsentation der Quartalszahlen legte die Aktie nachbörslich zu. Dass die Zahl der Fahrten gestiegen ist, muss auch an intensiven Marketingmaßnahmen liegen. Auch in Österreich gab es letztes Jahr viele Rabatte und Aktionen, die es ermöglichten, sehr sehr billig in Wien von A nach B zu fahren.

Khosrowshahi, der Uber-Mitgründer und Sorgenkind Travis Kalanick ersetzte, glaubt nun tatsächlich, dass es das Unternehmen ab dem vierten Quartal 2020 schafft, profitabel zu wirtschaften. Zuvor war noch angepeilt gewesen, dieses Ziel 2021 zu erreichen, nun soll es schneller gehen. Dazu muss Uber auch kosten sparen. 2019 hat die Firma bereits etwa 1.000 Mitarbeiter gehen lassen, kürzlich wurde die Essenslieferei Uber Eats in Indien an das Unternehmen Zomato für geschätzte 350 Millionen Dollar verkauft.

+++ Die Post-WeWork-Ära: Wachstum um jeden Preis – die Zeiten sind vorbei. +++

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