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Uber: 170 Millionen Dollar für Lime, aber 6.700 Mitarbeiter rausgeworfen

© Photo by Dan Gold on Unsplash
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Sympathiepunkte sammelt Dara Khosrowshahi 2020 wohl nicht viele. Nachdem der Fahrtenvermittler Uber vor knapp zwei Wochen 3.700 Mitarbeiter gehen ließ, werden nun noch einmal 3.000 Mitarbeiter vor die Türe gesetzt. Insgesamt hat Uber im Zuge der Corona-Krise nun 6.700 der insgesamt vormals 27.000 Mitarbeiter gekündigt – also jeden vierten.

„Wir müssen diese harten Maßnahmen ergreifen, um auf eigenen Füßen zu stehen, unsere Zukunft zu sichern und unsere Mission fortzusetzen“, so Uber-CEO Khosrowshahi in einem E-Mail an die Belegschaft. Man müsse das Unternehmen auf seinen Kern refokussieren. So sollen auch 45 Büros weltweit entweder geschlossen oder konsolidiert werden – so könnten Standorte in verschiedenen Städten oder Ländern zusammen gelegt werden.

Bei Uber hat durch die weltweiten Lockdowns vor allem das Geschäft mit den Fahrten gelitten – das Volumen soll um bis zu 80 Prozent eingebrochen sein. Die Börsianer freuten sich über die schlechten Nachrichten und die neuerlichen Massenkündigungen, der Kurs der Aktie legte deutlich zu.

Grubhub und Lime sollen es richten

Während Uber Mitarbeiter rauswirft, ist aber ziemlich viel Geld für Investitionen da. So hat das kalifornische Unternehmen wie berichtet 170 Millionen Dollar in den E-Scooter-Anbieter Lime investiert, der durch die Corona-Krise ebenfalls ordentlich durchgebeutelt wurde. Und: Die Krise hat den Managern offenbar gezeigt, dass Essenslieferungen ein Ding sind, mit dem man ordentlich Umsatz machen kann. So sind zuletzt Gerüchte aufgekommen, dass Uber die US-Essensliefer-Plattform Grubhub kaufen möchte.

Denn immerhin ist Uber Eats in der Krise noch das Geschäft im Unternehmen, das noch gut funktioniert. „Das Geschäft gleicht aber derzeit nicht mal annähernd unsere Ausgaben aus“, so Khosrowshahi. Uber Eats liegt hinter Doordash (finanziert von Softbank) und Grubhub nur an dritter Stelle im US-Markt für Essensbestellungen – durch eine Übernahme von Grubhub könnte sich Uber über Nacht zur Nummer eins machen.

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