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Bridge-Finanzierung

the nu company: Linzer Investmentfirma Square One Foods investiert in klimapositive Schokoriegel

Mathias Tholey, Christian Fenner und Thomas Stoffels, die Gründer von the nu company. © the nu company / Paula Kadelski
Mathias Tholey, Christian Fenner und Thomas Stoffels, die Gründer von the nu company. © the nu company / Paula Kadelski

„the nu company“, ein Impact-Startup aus Deutschland, das den ersten „klimapositiven Schokoriegel“ herstellt, darf sich über eine kräftige Finanzspritze freuen: Neben ForestFinance als Lead Investor beteiligen sich unter anderem der frühere Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg, Develey-Geschäftsführer Michael Durach und die Linzer Investmentfirma Square One Foods mit insgesamt über 3,7 Millionen Euro am Leipziger Unternehmen. Das Ziel: Ein „Zebra-Unternehmen“ der Lebensmittelindustrie zu werden.

Auf Bridge-Runde folgt Series-A

Bei der Bridge-Finanzierungsrunde sollen außerdem weitere Business Angels und VCs aus den Bereichen Food und Digital an Bord sein. Anfang des nächsten Jahres peile the nu company dann die Series-A-Runde mit weiteren Investoren an. Co-Gründer Mathias Tholey: „Unser Investoren Portfolio ist divers und nachhaltig ausgerichtet. Wir sind sehr dankbar dafür, dass sie uns bewusst auf unserem Weg unterstützen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, während wir damit gleichzeitig maximal positiven sozialen und ökologischen Impact generieren“.

„Streben ein Umsatzwachstum von über 200 Prozent an“

Die zusätzlichen Finanzmittel sollen in die Entwicklung neuer nachhaltiger Produkte und Verpackungen fließen. Tholey: „Nach unseren Listungen bei dm und REWE vertiefen wir unsere breite Distribution im Handel und streben somit das dritte Jahr in Folge ein Umsatzwachstum von über 200 Prozent an“. Zudem will man den „gesellschaftlichen Diskurs“ über die Zukunft im Lebensmittelhandel vorantreiben. Zahlen und Prognosen würden zeigen, „dass sich das Investieren in grüne Startups für alle lohnt“. Verantwortungsvoller Konsum gewinne im Zuge der Pandemie an Relevanz. „Greifbare Güter wie Lebensmittel werden immer gekauft werden. Die Frage ist, wie können solche Produkte verkauft und gleichzeitig Gutes getan werden. Wir zeigen, dass wir das System von Innen heraus verändern können“, erklärt Co-Gründer Thomas Stoffels die weiteren Pläne.

3 Millionen Bäume gepflanzt

Stoffels weiter: „Anhand von konkreten Produktlösungen zeigen wir, dass eine grüne Art des Wirtschaftens möglich ist. Seit 2016 haben wir 9 Tonnen Plastik gespart, über 37 Tonnen Industriezucker ersetzt und über 3 Millionen Bäume gepflanzt – damit binden wir 675 Mal mehr Emissionen, als unsere Produkte entlang der gesamten Wertschöpfung verursachen“. Das dürfte auch den neuen Investoren gefallen. Bernhard Engl, Geschäftsführer der ForestFinance Capital GmbH: „Als Pionier für nachhaltige Geldanlagen interessieren uns genau solche ökologischen Unternehmen, die veraltete Geschäftsfelder modernisieren. Mit unserem Investment in the nu company haben wir die Chance, einen wichtigen Teil der Lebensmittelbranche neu zu definieren. Der Markt ist bereit für die Produkte von the nu company, und wir sind gern ein Teil davon“.

Ein Baum pro verkauftem Produkt

the nu company wurde 2016 von den drei Wirtschaftsingenieuren Christian Fenner, Mathias Tholey und Thomas Stoffels gegründet. Das Unternehmen habe sich „gesunde, plastikfreie und klimapositive Snacks“ auf die Fahne geschrieben und setzt auf Produkte natürlicher Herkunft in Bio-Qualität, vegan, ohne raffinierten Zucker und verpackt in einer speziell entwickelten, heimkompostierbaren Verpackung aus Zellulose. Für jedes verkaufte Produkt pflanzt das Unternehmen zudem einen Baum.

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