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Schwache Quartalszahlen: Teslas Zukunft hängt am Model 3

Tesla Model 3: direkt aus der "Produktionshölle"? © Tesla
Tesla Model 3: direkt aus der "Produktionshölle"? © Tesla

Nach zwei starken Quartalen im zweiten Halbjahr 2018 ist Tesla zurück in die Verlustzone gefahren. Im ersten Geschäftsquartal 2019 musste Elon Musks Elektroauto-Firma einen Verlust von 702 Millionen Dollar hinnehmen, nachdem zuvor noch Gewinne gemacht wurden. Umsätze von 4,54 Mrd. Dollar blieben hinter den Erwartungen von Analysten zurück. Im ersten Quartal konnte Tesla nur 63.000 Autos verkaufen.

Der Grund für die herben Verluste: Tesla konnte in den ersten Monaten von 2019 nicht mehr so viele Autos verkaufen wie noch Ende 2018 – und zwar um 31 Prozent weniger als im vierten Quartal des Vorjahres. Das liegt aber Tesla zufolge nicht an sinkender Nachfrage, sondern an Logistikproblemen. Das Model 3, bisher das wichtigste Modell der US-Firma, konnte in Europa und Asien nicht im erwarteten Ausmaß ausgeliefert werden.

Probleme mit der Logistik

Denn Tesla produziert derzeit ausschließlich in Kalifornien und muss von dort die Wagen in die ganze Welt verschiffen. Im zweiten Quartal 2019 sollen wieder mehr Autos abgesetzt werden. Im Heimatmarkt USA soll die Nachfrage außerdem an den gekürzten Förderungen für Elektroautos gelitten haben. Die beiden Modelle S und X haben sich nur mehr schlecht verkauft, im Vergleich zu den vorigen Quartalen halbierte sich der Absatz auf nur mehr 12.100 Stück. Beobachter meinen, dass die starke Nachfrage nach dem Model 3 daran schuld sein könnte.

Elon Musk hofft nun naturgemäß, dass die nächsten Geschäftsquartale des Jahres besser laufen. So sollen in den Folgequartalen jeweils zwischen 90.000 und 100.000 Autos verkauft werden. Essenziel dafür ist der Erfolg des Model 3. Zwischen 360.000 und 400.000 Model 3 will das US-Unternehmen dieses Jahr absetzen. So bleibt auch abzuwarten, ob 35.000-Dollar-Variante des Model 3 die Nachfrage steigern kann.

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