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Tesla verkauft mehr Elektroautos als je zuvor. Und trotzdem bricht der Aktienkurs ein.

© Tesla
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Das zweite Quartal war für Tesla in Sachen Absatz ein gutes. Noch nie zuvor konnte die Elektroautofirma so viele Vehikel verkaufen. Insgesamt wurden 95.356 Autos ausgeliefert, zudem wurden 87.048 Stück produziert. Doch große Verluste hat Tesla dennoch eingefahren. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum konnte das Minus zwar von 717,5 Millionen auf 408,3 Millionen US-Dollar verringert werden – doch das war deutlich mehr, als Börsianer erwarteten. Dementsprechend hat der Kurs der Aktie nachbörslich stark nachgegeben und ist um rund 10 Prozent eingebrochen.

Der Umsatz ist – klarerweise durch den Rekordabsatz – um 60 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar gestiegen. Verantwortlich dafür ist natürlich das Model 3, von dem rund 77.600 Stück abgesetzt wurden. Das Model X und das Model X spielen nur mehr eine untergeordnete Rolle. „Das Model 3 war nicht nur das meist verkaufte Premium-Fahrzeug in den USA, es wurden sogar mehr davon verkauft als alle Sprit-betriebenen Äquivalente zusammen“, heißt es dazu seitens Tesla.

Alles hängt am Model 3 – und bald am Model Y

Künftig muss Tesla aber noch viel mehr Model 3 verkaufen, um seine Ziele für das Jahr zu erreichen. Elon Musk will 2019 zwischen 360.000 und 400.000 Elektroautos verkaufen – davon geschafft sind aber erst rund 160.000. Insofern ist es positiv, dass das Werk in Fremont mittlerweile 7.000 Model 3 pro Woche vom Band laufen lässt. Die neue Gigafactory in Shanghai soll ihr übriges dazu beitragen und günstiger für den asiatischen Markt produzieren. 150.000 Model 3 sollen dort pro Jahr produziert werden können.

Zukunftshoffnungen liegen auch auf dem Model Y, das ein Elektro-SUV ist und dem Model 3 sehr ähnlich ist. „Wir machen Fortschritte beim Management der Modell-Y-Kosten“, heißt es seitens Tesla. „Aufgrund der Größe des Marktes für SUVs sowie höhere ASPs glauben wir, dass das Modell Y ein profitableres Produkt sein wird als das Modell 3.“ Das Model Y soll 2020 auf den Markt kommen. In Österreich wird man für den Elektro-SUV mindestens 56.000 Euro bezahlen müssen (Trending Topics berichtete).

Politik pusht Wasserstoffauto

Tesla muss jedenfalls schnell sein, um bald auch in Europa große Marktanteile zu sichern. Denn eine ganze Reihe anderer Autokonzerne steht mit ihren Elektromodellen in den Startlöchern. Dazu kommt, dass die Politik immer mehr das Wasserstoffauto pusht und immer mehr Autobauer auf diesen Zug aufspringen.

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