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Model 3 beschert Tesla einen Gewinn im dritten Quartal

Die Tesla-Gigafactory in Shanghai. © Tesla
Die Tesla-Gigafactory in Shanghai. © Tesla

Tesla ist immer wieder für Überraschungen gut. Im dritten Quartal hat die Elektroautofirma aus den USA einen Gewinn von 143 Millionen Dollar erwirtschaftet und damit die Erwartungen von Analysten übertroffen. Allerdings sind diese Gewinne mit Vorsicht zu genießen. Denn im dritten Quartal 2018, also im Vergleichszeitraum des Vorjahres, waren diese Gewinne noch 50 Prozent höher. Offen ist damit, ob Tesla im gesamten Jahr 2019 Profite macht oder nicht – das hängt davon ab, wie das vierte Quartal des Jahres läuft.

Insgesamt hat Elon Musks Unternehmen in Q3 6,3 Milliarden Dollar Umsatz gemacht, 5,4 Milliarden davon kommen aus dem Automotive-Bereich. Andere Einnahmequellen sind der Verkauf von Großbatterien und Solaranlagen.

Model 3 finden guten Absatz

Das dritte Quartal 2019 ist auch jenes, in dem Tesla die meisten Model 3 bisher verkaufen konnte. So wurden in dem Geschäftsquartal 79.703 Wagen des neuesten Typs abgesetzt. Das hat auch viel damit zu tun, dass dieses Jahr viele Vorbestellungen des Model 3 abgearbeitet wurden und der Markt in Europa intensiv beliefert wurde. Zum Vergleich: Vom Model S und Model X wurden in Q3 nur 17.483 Stück verkauft – das ist ein Minus von fast 40 Prozent gegenüber Vorjahr.

Insgesamt strebt Elon Musk an, dieses Jahr 360.000 Autos zu verkaufen. Angaben des Unternehmens hat die US-Fabrik in Fremont Kapazitäten, pro Jahr 360.000 Model 3 und 90.000 Model S/X zu produzieren. In Shanghai, dem neuen chinesischen Werk, sollen pro Jahr 150.000 Model 3 vom Band laufen. Und: Tesla plant, in Europa ebenfalls eine Gigafactory zu errichten – man stehe kurz davor, sich für einen Standort in der EU zu entscheiden. Dort soll neben dem Model 3 auch das kommende Model Y gefertigt werden.

Wann kommt echtes autonomes Fahren?

Für seine Kunden hat Elon Musk noch ein weiteres Versprechen parat. Er will noch vor Ende des Jahres „Full Self Driving“-Funktionen (FSD) an erste Kunden ausliefern – wohl über ein Software-Update von Autos. Das hört sich spektakulär an, sollte aber in der Praxis abgewartet werden. Laut Musk soll ein Auto dann selbstständig von zu Hause in die Arbeit fahren können, wobei der Fahrer aber stets bereit sein muss, die Kontrolle über den Wagen zu übernehmen.

Das hört sich nicht nach vollautomatisiertem Fahren an, sondern eher nach Level 3 der Autonomiestufe. Der Autopilot von Tesla-Autos derzeit ist Level 2 zuzurechnen. Das Fahrassistenz-System hat Funkionen wie Anpassung der Geschwindigkeit an den Verkehr, Spur halten oder selbstständiges Einparken. Der Fahrer muss jederzeit – also in der Sekunde – wieder die Kontrolle über den Wagen übernehmen können. Außerdem muss man immer eine Hand am Lenkrad haben.

Laut Musk werden die FSD-Kapazitäten ständig ausgebaut, aber vor Ende 2020 werden Fahrer immer bereit sein müssen, die Kontrolle über den Wagen zu übernehmen. Erst später soll es dann auch möglich sein, während einer Fahrt etwas anderes zu tun. Seinen Kunden muss Musk jedenfalls immer bessere Autopilot-Funktionen liefern – immerhin zahlen sie 6.800 Euro Aufpreis für das „volle Potenzial für autonomes Fahren“.

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