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Tesla liefert Rekordquartal ab, und trotzdem bricht die Aktie ein

Das Publikum am Batery Day. © Tesla
Das Publikum am Batery Day. © Tesla

139.300 verkaufte und 145.036 produzierte Autos – das stellt den bisherigen Unternehmensrekord vom vierten Quartal 2019 deutlich in den Schatten. Damals wurden 112.000 Auslieferungen geschafft. Tesla unterstreicht damit auch im dritten Quartal 2020, dass es mit der Krise umgehen und im Corona-Jahr 2020 weiter ordentlich wachsen kann. Doch dem Börsenkurs hat die Erfolgsmeldung trotzdem nicht gut getan – denn das Papier ist nach der Ankündigung am Freitag um mehr als sieben Prozent eingebrochen.

Die Stunde der Wahrheit kommt aber noch. Denn die Unternehmenskennzahlen zum dritten Quartal wird Tesla erst im Laufe des Oktober nachliefern. Dann wird sich zeigen, ob das fünfte Quartal in Folge mit Gewinn geschafft werden kann. Den eines ist auch klar: Der starke Wachstumskurs wird einiges kosten. Zuletzt Tesla neue Aktien im Wert von fünf Milliarden Dollar ausgegeben, um sich frisches Kapital am Markt zu besorgen. Dabei wurde der sehr starke Börsenkurs ausgenutzt.

Spannend wird aber, ob Tesla das selbst gesteckte Ziel von 500.000 ausgelieferten Autos im Jahr 2020 schaffen wird. Dafür müsste man ein sehr starkes Finish im vierten Quartal hinlegen. In den ersten drei Quartalen zusammen genommen hat Tesla 318.350 Autos ausgeliefert, müsste also noch einmal mehr als 180.000 verkaufen. Nicht unmöglich, aber schwer schaffbar.

Derweil ist das Unternehmen bestrebt, seinen Vorsprung bei der Produktion von Elektroautos weiter auszubauen. Dazu gehört die Verbesserung der Batteriezellen, wie sie am Battery Day (Trending Topics berichtete) vorgestellt wurde. Das betrifft natürlich auch die Fabriken, bei denen jede mögliche Optimierung herausgeholt werden. Soll. Dafür tätigt Tesla auch Zukäufe. So wurde kürzlich der deutsche Autozulieferer ATW zugekauft, der Getriebemontagelinien für Magna und Batteriemontagen für BMW und Daimler/Accumotive produziert.

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