Channel

Mobility

Elektromobilität

Tesla-Kunden müssen künftig für „Premium Internet“ im Auto bezahlen

Das heiß ersehnte Model 3 von Tesla. © Tesla Motors
Das Model 3 von Tesla. © Tesla Motors

Der US-Auto-Hersteller Tesla will die Kosten für datenintensive Internetdienste künftig teilweise an seine Kunden weitergeben. Wie Trending Topics aus sicherer Quelle erfahren hat, könnte „Premium Connectivity“ Tesla-Fahrer etwa 100 Dollar pro Jahr kosten – die offiziellen Preise sollen demnächst vorgestellt werden. Das kostenpflichtige Paket gilt für Model S, X und 3, die ab 1. Juli bestellt werden. „Premium Connectivity“ ist dann ein Jahr lang im Kaufpreis inkludiert.

Danach kann sich der Besitzer entscheiden, nur Basisdienste zu nutzen oder eben eine jährliche Gebühr zu bezahlen. Tesla-Besitzer, die ihr Fahrzeug vor 1. Juli gekauft haben, sollen hingegen alle bestehenden Services wie gewohnt kostenlos nutzen können. Features, die Tesla in Zukunft hinzufügt, sollen aber auch für Bestandskunden kostenpflichtig werden.

Nur noch Sicherheitsupdates und Basis-Navi kostenlos

Teslas verbinden sich über eine fest verbaute SIM-Karte mit dem Internet. Das ist einerseits notwendig, damit die Fahrzeuge jederzeit mit notwendigen Software-Updates versorgt werden können. Die Internetverbindung kann über den Bordcomputer aber auch für aktuelle Verkehrsinformationen beim Navigieren und Musikstreaming genutzt werden.

Durch die wachsende Zahl an Fahrzeugen dürfte sich vor allem das Streaming von Medien bei der Datennutzung bemerkbar machen. Deshalb hat sich Tesla offenbar entschieden, nur noch Sicherheits-Updates kostenlos über die mobile Internetverbindung auszuspielen. Ganz überraschend kommt der Schritt jedoch nicht, Tesla-Chef Elon Musk kündigte bereits 2014 an, dass Tesla-Kunden die Internetservices im Fahrzeug vier Jahre lang kostenlos nutzen können.

Verkehrsinfos und Musik sind „Premium“

Im Basispaket enthalten ist neben den Sicherheitsupdates eine Basisversion des Navigationssystems. Für alle weiteren Services und Dienste – auch für nicht sicherheitsrelevante Updates – muss der Nutzer das System mit einem WLAN oder seinem Smartphone verbinden. Das „Premium Connectivity“-Paket umfasst aktuelle Verkehrsinformationen, die Satelliten-Ansicht beim Navigieren, sowie Medien-Streaming direkt über den Bordcomputer.

Tesla-Konkurrenz in Europa wächst

In Europa wächst indes die Konkurrenz für Tesla. Jüngst hat sich die VW-Tochter Porsche einen Teil der kroatischen Jungfirma Rimac Automobili gesichert, die mit dem C-Two einen der derzeit schnellsten E-Wägen auf den Markt gebracht hat. Rimac wird Porsche bei der Entwicklung des ersten reinen E-Porsche Taycan helfen. BMW arbeitet mit dem iX3 an einem Premium E-SUV, und Jaguar bringt den I-Pace in Stellung, der ebenfalls ein SUV ist und in Graz produziert wird.

Tesla Model X im Test: Der edle Elektro-SUV hat alles, was sich dicke Geldbörsen leisten wollen

Springe zu:

Ganzen Artikel lesen
Promotion