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Tesla-CEO Elon Musk beschafft Messenger Signal zahlreiche Neuanmeldungen

Elon Musk. © Tesla Owners Club Belgium (Flickr, CC BY 2.0)
Elon Musk. © Tesla Owners Club Belgium (Flickr, CC BY 2.0)

Des einen Leid, des anderen Freud: Während WhatsApp ob des geplanten Datenaustauschs mit Facebook schwer in der Kritik steht, schießen die Anmeldungen bei Konkurrent Signal in die Höhe. Zuletzt kam es sogar zu Verzögerungen bei der Anmeldeverifizierung über die Telefonnummer. Daran ist auch Elon Musk nicht ganz unschuldig.

Musk (der mittlerweile reichste Mensch der Welt) twitterte gestern Abend ein Meme, in dem er Facebook für die Rolle bei der Unterstützung von Mitgliedern des Mobs kritisierte, der am Mittwoch das US-Kapitol stürmte. Zu sehen: Der Dominoeffekt mit einer Anspielung auf die Gründung von Facebook und die Konsequenzen, die daraus mittlerweile entstanden sind. Musk hatte in den vergangenen Jahren einige Male Kritik an Facebook geübt, rund 41 Millionen Nutzerinnen und Nutzer erreicht der Tesla-CEO auf Facebook.

Musk: „Use Signal“

Nach dem Meme folgte dann aber der eigentliche Grund für die enorme Signal-Zuwanderungen: „Use Signal“ twitterte Musk dann gestern Nachmittag. Zwar erwähnte er nicht, auf WhatsApp zu verzichten, in Kombination mit dem ersten Tweet wird das aber durchaus impliziert. Zur Erinnerung: Gemäß den neuen Nutzungsbedingungen will sich Facebook das Recht vorbehalten, gesammelte Daten mit der „Unternehmensfamilie“ zu teilen. Übersetzt aus dem Englischen ließt sich der entsprechende Passus so: „Als Teil der Facebook-Unternehmensfamilie erhält WhatsApp Informationen von dieser Unternehmensfamilie und teilt Informationen mit ihr. Wir können die Informationen, die wir von ihnen erhalten, verwenden, und sie können die Informationen, die wir mit ihnen teilen, verwenden, um den Betrieb, die Bereitstellung, die Verbesserung, das Verständnis, die Anpassung, den Support und die Vermarktung unserer Services und ihrer Angebote zu unterstützen.“ Das heißt: Wer WhatsApp nutzt, muss die Datenübertragung an Facebook zulassen – oder den Messenger deinstallieren.

Aktualisierte WhatsApp-Richtlinien sorgen für Ärger

Entsprechend groß war der Aufschrei in den letzten Tagen – was nun Auswirkungen auf die Nutzeranzahl bei WhatsApp haben dürfte. Für Signal wiederum könnte es kaum besser laufen, der von einem früheren WhatsApp-Mitarbeiter ins Leben gerufene Messenger gilt als erste Alternative. WhatsApp hat sich in der Zwischenzeit zur Causa geäußert. Übersetzt: „Wie wir im Oktober angekündigt haben, will WhatsApp es den Menschen einfacher machen, sowohl einen Kauf zu tätigen als auch Hilfe von einem Unternehmen direkt auf WhatsApp zu erhalten. Während die meisten Menschen WhatsApp nutzen, um mit Freunden und Familie zu chatten, wenden sich immer mehr Menschen auch an Unternehmen. Um die Transparenz weiter zu erhöhen, haben wir die Datenschutzrichtlinien aktualisiert, um zu beschreiben, dass Unternehmen in Zukunft die Möglichkeit haben, sichere Hosting-Services von unserer Muttergesellschaft Facebook zu erhalten, um ihre Kommunikation mit ihren Kunden auf WhatsApp zu verwalten. Trotzdem bleibt es natürlich dem Nutzer überlassen, ob er mit einem Unternehmen auf WhatsApp kommunizieren möchte oder nicht.“

Und weiter: „Das Update ändert nichts an der Datenweitergabe von WhatsApp an Facebook und hat keinen Einfluss darauf, wie Menschen privat mit Freunden oder Familie kommunizieren, egal wo sie sich auf der Welt befinden. WhatsApp setzt sich weiterhin für den Schutz der Privatsphäre der Nutzer ein. Wir kommunizieren direkt mit den Nutzern über WhatsApp über diese Änderungen, damit sie Zeit haben, die neue Richtlinie im Laufe des nächsten Monats zu überprüfen.“ Ob das der Abwanderung zu Signal etwas anhaben kann, wird sich weisen – Elon Musks Tipp jedenfalls dürften tausende Menschen nachgehen.

WhatsApp-Ultimatum: Daten teilen mit Facebook oder Account löschen

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