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Elon Musk

Tesla braucht rund 23 Mrd. Dollar, um sich von der Börse zurückzuziehen

In der Tesla-Fabrik in Fremont. © Tesla Motors
In der Tesla-Fabrik in Fremont. © Tesla Motors

Nach der Ankündigung, Tesla von der Börse nehmen zu wollen, ist es wieder einmal ziemlich turbulent rund um Elon Musks Firma für Elektroautos geworden. So wurde wie berichtet auch spekuliert, wie viel Geld Tesla für den Rückkauf von Aktien bräuchte, um das Unternehmen wieder in private Hände zu legen. Rund 70 Milliarden Dollar, meinten Analysten, würde Musk brauchen, um den Stunt hinzulegen.

Jetzt hat sich der Tesla-Chef wieder per Blogpost an die Öffentlichkeit gewandt und meint, dass diese kolportierten 70 Milliarden Dollar überzogen wären. Lediglich etwa ein Drittel davon würde Tesla tatsächlich brauchen – also rund 23 Milliarden Dollar. Dieses Geld würde er benötigen, um jenen Shareholdern Aktien abzukaufen, die keine Wertpapiere der Firma mehr halten wollen.

Reports that more than $70B would be needed to take Tesla private dramatically overstate the actual capital raise needed. The $420 buyout price would only be used for Tesla shareholders who do not remain with our company if it is private. My best estimate right now is that approximately two-thirds of shares owned by all current investors would roll over into a private Tesla.“ – Elon Musk

Saudis sollen fix an Bord sein

Wer dieses Geld aufbringen soll, ist für Elon Musk ebenfalls klar: der Public Investment Fund (PIF) von Saudi-Arabien, der kürzlich rund 5 Prozent der Anteile von Tesla kaufte. Für die Saudis wäre Tesla spannend, weil sich das Land von seiner Abhängigkeit vom Erdöl lösen wolle. Bereits seit 2017 würde man dem dem saudischen Fonds-Managern verhandeln, und diese würden noch eine Due Dilligence machen und sich über Regularien zum Rückzug von der Börse informieren wollen.

Der Public Investment Fund von Saudi-Arabien ist übrigens einer der großen Geldgeber des Vision Fund von Softbank (Trending Topics berichtete). Für den Vision Fund hat der Fonds rund 45 Milliarden Dollar springen lassen. Dieses Geld wurde bis dato teilweise in Startups und Tech-Firmen wie WeWork, Improbable oder Nvidia investiert. Tesla würde zum Portfolio des PIF sicher gut passen.

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