Health

Tesla baut erstes Beatmungsgerät aus Teilen des Model 3

Beatmungsgeräte (im Englischen „ventilators“) sind bei einigen COVID-19-Patienten überlebenswichtig. Wie mehrmals berichtet gibt es aber vor allem in den USA eine Knappheit bei den Geräten, weswegen vor allem die Autoindustrie in die Bresche springen will, um so, schnell wie möglich Beatmungsgeräte zu produzieren. So auch Tesla. Der kalifornische Elektroautohersteller, auch immer um die gute PR bewusst, hat bisher 1.000 der Geräte in China besorgt und Krankenhäusern in Kalifornien zur Verfügung gestellt.

Doch dabei soll es nicht bleiben. Elon Musk ist bestrebt, die Fabriken von Tesla auch dazu zu nutzen, um Beatmungsgeräte selbst herzustellen. Dabei sollen möglichst viele Bauteile genutzt werden, die sonst in Elektroautos eingesetzt werden. In einem neuen Video zeigen Tesla-Ingenieure jetzt, dass sie bereits einen funktionierenden Prototypen gefertigt haben.

In dem Video erläutern die Ingenieure, dass sie unter anderem den Touchscreen des Model 3 als Monitor für das Beatmungsgerät verwendet haben, außerdem wird der Bordcomputer des Model 3 als Steuerungseinheit verwendet. Auf einem Bauplan sieht man, dass Tesla relativ viele Bauteile selbst produziert, doch bei anderen ist es auf Zulieferer angewiesen.

„Es gibt noch viel zu tun, aber wir geben unser Bestes, um einigen Leuten da draußen helfen zu können“, so einer der Ingenieure in dem Video. Fraglich ist, ob Tesla es schaffen wird, die Beatmungsgeräte in großen Stückzahlen zu produzieren. Und offen ist, ob sie auch wirklich im medizinischen betrieb eingesetzt werden können – dafür bräuchten sie eine Zertifizierung der US-Gesundheitsbehörde FDA.

In Europa und den USA haben sich auch eine Reihe anderer Autohersteller bereit erklärt, Beatmungsgeräte zu bauen, darunter etwa GM, Ford oder Volkswagen. Wie berichtet kooperieren sie dabei mit den Produzenten von Medizintechnik – etwa mit Medtronic oder mit Ventec Life Systems (Trending Topics berichtete).

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