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Tesla-Aktie bei 2.000 Dollar: Nicht nur Autobauer, sondern auch Tech-Riese

Elon Musk. © Tesla Owners Club Belgium (CC BY 2.0)
Elon Musk. © Tesla Owners Club Belgium (CC BY 2.0)

Der unglaubliche Kurs der Tesla-Aktie geht weiter. Nun hat sie den nächsten Meilenstein erreicht und hält bei einem Preis von mittlerweile 2.000 Dollar. Mit diesem Preis, der durch einen weiteren Schub von etwa sechs Prozent nach oben erreicht wurde, steigt die Marktkapitalisierung von Tesla auf nunmehr 370 Milliarden Dollar – Toyota liegt vergleichsweise bei 218 Mrd. Dollar.

Für Elon Musk ist das natürlich ein neuer Triumph. Immerhin hat es der US-Elektroautobauer geschafft, den Preis der Aktie seit Jahresbeginn fast zu verfünffachen (418 Dollar) und den Preis innerhalb eines Jahres fast zu verneunfachen (225 Dollar). Solche Preisanstiege kennt man sonst nur vom Markt für Kryptowährungen und lassen Anleger derzeit jubeln – je länger sie dabei sind, umso lauter.

Mehr als nur ein Autobauer

Wer Tesla kauft, der investiert in die Zukunft der Firma – denn die Börsenbewertung und der Aktienpreis haben wenig mit dem zu tun, was Tesla in Sachen Umsatz und Gewinn erwirtschaftet. Vielmehr ist die Aktie eine Wette auf die Zukunft der Mobilität, in der Tesla derzeit mit seinen Elektroautos und den Ambitionen beim autonomen Fahren eine führende Rolle spielt.

Der Coolness-Faktor von Elon Musk trägt zum guten Image des Unternehmens bei. Ohne Musk wäre Tesla nicht Tesla, denn der Unternehmer sorgt mit seinen markigen Ansagen regelmäßig für Schlagzeilen und scheut auch nicht davor zurück, den reichsten Mann der Welt (Jeff Bezos) nebenbei schon mal als Copycat zu bezeichnen.

Dabei ist nicht zu vergessen, dass das Auto zwar das Kernprodukt ist, drumherum aber probiert wird, viele weitere Zusatz-Dienste zu bauen – ganz so wie Apple rund um das iPhone eine mittlerweile gewinnträchtige Suite an Services von Musik-Streaming bis Gaming-Abo gebaut hat. Im Falle von Tesla sind das Solaranlagen für Hausdächer, Stromspeicher für die Garage und sogar Versicherungsdienste für die E-Autos.

Im Fahrtwind von Tesla

Bedeutet: Tesla wird nicht als reiner Autobauer bewertet, sondern als Tech-Unternehmen, das bei autonomem Fahren und erneuerbarer Energie ganz vorne mitspielen kann. Musks Firma profitiert damit von einem Trend, den auch andere Tech-Riesen im Corona-Jahr sehr deutlich spüren: Anleger wollen in Tech investieren, der offensichtliche „Safe Haven“ in all der wirtschaftlichen Unsicherheit. Apple ist das beste Beispiel und hat nun den Status einer 2-Billionen-Dollar-Firma erreicht. Das hat wie berichtet auch dafür gesorgt, dass es wider Erwarten 2020 enorm viele Tech-IPOs geben wird. Erinnerungen an den Dotcom-Boom 2020 werden wach.

Vom Tesla-Hype wollen auch andere Unternehmen profitieren. Xpeng, ein E-Auto-Bauer aus China drängt dieses Jahr ebenfalls an die Börse; Nikola, ein Hersteller von Wasserstoff-Trucks, machte ebenfalls sei Börsendebüt; und mit Rivian gibt es einen sehr jungen Hersteller von E-Pick-ups, der es zum ernsthaften Rivalen für den kommenden Cybertruck von Tesla bringen kann.

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